Institut

Studium

Forschung


 

L E I T F A D E N

für

Erstsemester

durch das

C O M P U T E R S Y S T E M

am

Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung

der

Universität Stuttgart

von

Mark Anton

I. Vorraussetzungen

Die einfachsten Vorraussetzungen,die für diesen Leitfaden zu erfüllen sind, sollten sein:

  • Erfahrungen im Umgang mit Tastatur,Maus und Monitor
  • Erfahrungen im Umgang mit grafischen Benutzeroberflächen wie Microsoft Windows,Apple Macintosh o. Ä.
  • Verständnis der (ungefähren) Bedeutung folgender Fachbegriffe: Betriebssystem, grafische Benutzeroberfläche, Account, Login

Ausserdem benötigt wird eine Benutzungsberechtigung (Account), wie sie für die Benutzung jedes Mehrbenutzerbetriebssystems notwendig ist. Diese erhält man als Erstsemester am IMS automatisch am ersten Tag, da ohne sie kein Studium am IMS möglich ist. Die Benutzungsberechtigung besteht aus zwei Teilen:

  • dem sogenannten Login-Namen, der an der Universität Stuttgart meistens aus den ersten sechs Buchstaben des Nachnamens und dem ersten und letzten Buchstaben des Vornamens besteht und
  • dem Passwort,das ihre Benutzungsberechtigung vor dem Zugriff durch unbefugte Personen schützt.
Vor der erstem Änderung lautet das Passwort m[Matrikelnummer], wobei [Matrikelnummer] für ihre Matrikelnummer steht. Würde diese 7777777 lauten, müssten Sie bei entsprechender Aufforderung also
       m7777777
eingeben,wobei das Passwort aus Sicherheitsgründen nicht am Bildschirm angezeigt wird. Darum - und natürlich weil Sie bei der Übergabe der Benutzungsberechtigung unterschrieben haben, dies nicht zu tun - dürfen Sie Ihr Passwort KEINER DRITTEN PERSON MITTEILEN!
Nachdem nun diese Vorraussetzungen erfüllt sind, kann es nun endgültig losgehen - und zwar mit dem ersten Schritt - dem Einloggen.

II. Einloggen

Da im Gegensatz zu dem Personal Computer,den Sie möglicherweise zu Hause benutzen, das Computersystem des IMS nicht nur einem Benutzer seine Dienste zur Verfügung stellen muss, sondern mehreren und das gleichzeitig, kommen Derivate (= Abkömmlinge) des Mehrbenutzerbetriebssystems UNIX, wie Solaris, Linux u. ä. zur Anwendung.

Für Sie als Anwender bedeutet dies, dass ihnen der Zugriff auf System-Dateien verwehrt wird, dass sie Ihre Dateien und (selbsterstellten) Programme in einem Ihnen zugewiesenen Bereich des Dateisystems speichern sollten und das Sie sich dem System gegenüber als berechtigter Benutzer identifizieren müssen. Letzteres geschieht durch das sogenannte Einloggen. Hierfür brauchen Sie Login-Name und Passwort.

Da nun seit neuestem die namensgebenden Next-Rechner aus dem NeXt-Pool entfernt wurden, kommen nur noch Sun-Maschinen für das Einloggen zur Anwendung. Sollte der Monitor kein Bild anzeigen, so betätigen Sie bitte eine Taste. Sollte der Bildschirm danach noch immer kein Bild zeigen, so benachrichtigen Sie bitte die aufsichtsführende Person bzw. die System-Verwaltung (1. Tür links im zweiten Stock). Sollte ein Bild erscheinen, so zeigt es einen Kasten in dessen linkem Bereich das SUN-Logo zu sehen ist. Fahren Sie nun bitte mit dem Mauszeiger in das Eingabefeld, welches sich links neben dem SUN-Logo in der Mitte des Kastens befindet. Sobald dort eine Eingabemarkierung erscheint, geben Sie bitte Ihren Benutzernamen ein und betätigen Sie anschliessend die Eingabetaste. Der Kasten wechselt daraufhin die Überschrift und fordert Sie zur Eingabe Ihres Passwortes auf. Geben Sie es ein, (ACHTUNG! UNIX unterscheidet Gross- und Kleinschreibung!!!), beachten Sie dabei, dass Passwörter grundsätzlich nicht angezeigt werden, und Sie daher sehr sorgfältig auf korrekte Eingabe achten müssen. Beenden Sie die Eingabe des Passwortes durch Drücken der Eingabetaste. Sollte das Passwort nicht korrekt eingegeben worden sein, haben Sie noch zwei weitere Versuche, es korrekt einzugeben. Sollte das Passwort korrekt eingegeben worden sein, wird die Benutzeroberfläche CDE geladen, was ein bisschen daürn kann.

III. Arbeiten mit CDE


Wenn CDE geladen ist, erscheint eine Arbeitsoberfläche auf dem Bildschirm, an deren unterem Ende sich ein Kasten befindet, der in der Mitte vier kleinere Kästen enthält. Einer davon (vermutlich "One") ist farblich hervorgehoben. Diese Kästen sind die Schaltflächen, mit denen man zwischen den "Virtüllen Bildschirmen" hin- und herspringt. Dies kann sehr nützlich sein, wenn man einmal sehr viele bildschirmplatzfressende Programme auf einmal öffnen muss, aber für Erstsemester sollte der erste Bildschirm reichen. Auf die weiteren Elemente gehe ich nicht weiter ein, da eine Beschreibung des Funktionsumfanges von CDE den Rahmen dieser Einführung sprengen würde. Vielmehr werden wir nun ein Terminalfenster (so genannt, da es wie die ersten Eingabegeräte von Mehrbenutzersystemen nur alphanumerische Zeichen ausgeben kann), öffnen.

Bewegen Sie daher den Mauszeiger nun auf eine freie Stelle des Bildschirms und drücken Sie die linke Maustaste. Fahren Sie mit dem Mauszeiger bei gedrückter linker Maustaste auf den Menü-Eintrag Programs. Im Untermenü fahren Sie auf XTerm und lassen die Maustaste los. Es erscheint nun ein Fenster, in dem eine Textzeile der Form

[Login-Name]@[Rechner-Name]/home/users[X]/Studenten/[Login-Name] >
steht. Bewegen Sie nun den Mauszeiger in dieses Fenster und klicken Sie einmal mit der linken Maustaste. Wenn die Eingabemarkierung innerhalb des Fenster schwarz ist, geben Sie bitte
emacs &
ein. Daraufhin öffnet sich der Texteditor Emacs, eines der beiden wichtigsten Werkzeuge für die ersten Semester Ihres Studiums am IMS, da Sie hiermit nicht nur Textdateien erstellen können, sondern auch Programme, ausserdem bietet Emacs eine Schnittstelle, die von einer Fülle von Programmen wie Prolog, CUF usw. genutzt wird. Die Bedienung von Emacs wird Ihnen während der Software-Labor-I-Vorlesung nähergebracht. Daher - Sie ahnen es schon - werde ich auch hierauf nicht weiter eingehen.

Statt dessen möchte ich, dass Sie den Mauszeiger wieder in das Terminalfenster bewegen und wieder einmal mit der linken Maustaste klicken. (Dies legt bei grafischen Benutzeroberflächen generell fest, in welches Fenster die Tastatureingaben erfolgen sollen. ) Bitte geben Sie nun ls ein und drücken Sie die Eingabetaste. Sollten in Ihrem Verzeichnis bereits Dateien vorhanden sein, so werden deren Namen nun ausgegeben. Sollte keine Ausgabe erfolgen, und nur eine zweite Zeile wie oben ausgegeben werden, so sind noch keine Dateien in Ihrem Verzeichnis vorhanden.

Zunächst werden wir aber nun das Passwort ändern. Dies ist notwendig, da die Kombination m[Matrikelnummer] nicht sehr sicher ist. Denken Sie sich also bitte jetzt eine Kombination aus mindestens fünf Zahlen und Buchstaben aus. Diese Kombination sollte für Sie leicht merkbar sein, aber kein Wort oder eine sonst leicht zu erratende Kombination (je sicherer das Passwort, desto sicherer ist Ihre Zugangsberechtigung vor Missbrauch geschützt).

Geben Sie nun

passwd
ein und drücken Sie die Eingabetaste.

Sie werden aufgefordert, Ihr bisheriges Passwort einzugeben. Tun Sie dies und drücken Sie die Eingabetaste.

Sie werden nun nach dem neuen Passwort gefragt. Geben Sie dieses ein. (Achtung UNIX unterscheidet zwischen Gross- und Kleinschreibung. Da Passwörter zudem nicht am Bildschirm angezeigt werden, achten Sie bitte darauf, Ihr neues Passwort genauso einzugeben, wie Sie es sich eingeprägt haben. ) Nachdem Sie Ihr neues Passwort ein zweites Mal eingegeben haben, wird es überprüft. Nur wenn beide Eingaben übereinstimmen und das neue Passwort lang genug ist, wird es geändert. Dann müssen Sie beim nächsten Einloggen dieses NEUE PASSWORT verwenden. Ansonsten schlägt die Änderung des Passwortes fehl und Ihr Passwort bleibt unverändert. Sollte dies eintreten, beginnen Sie bitte noch einmal mit dem Befehl passwd.

Im Falle,dass es auch nach mehreren Versuchen nicht mit passwd funktioniert, wenden Sie sich bitte an die aufsichtführende Person bzw. die System-Verwaltung (1. Tür links im zweiten Stock). Es folgen nun,da wir uns gerade in einem Terminalfenster befinden (so genannt, da es wie die ersten Eingabegeräte von Mehrbenutzersystemen nur alphanumerische Zeichen ausgeben kann), einige der zur Verfügung stehenden Befehle und ihre Funktionen.

Der erste dieser Befehle lautet ls.

Wie bereits oben erwähnt,gibt er den Inhalt eines Verzeichnisses aus.

ls
gibt nur die Namen der Dateien und Verzeichnisse aus, die sich im aktuellen Verzeichnis befinden
ls -l
gibt neben dem Namen auch weitere Informationen wie Zugriffsrechte, Grösse, Änderungsdatum etc. aus (Für Verzeichnisse mit sehr vielen Einträgen ist
ls . . . | less
zu empfehlen. Die Bedeutung von | wird noch erklärt. )
ls -a
gibt auch Dateien an, die mit einem Punkt beginnen und deshalb normalerweise nicht angezeigt werden.

Der zweite Befehl lautet cp.

cp [Quelle] [Ziel]
kopiert die durch [Quelle] bestimmte(n) Datei(en) nach [Ziel]. Bei mehreren Dateien muss [Ziel] ein Verzeichnis sein.

Der dritte Befehl lautet mv.

mv [Alte Bezeichnung] [Neue Bezeichnung]
benennt eine Datei oder ein Verzeichnis von [Alte Bezeichnung] in [Neue Bezeichnung] um. (In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass UNIX bis auf die Verwendung von / , * , . , | und ? keine Einschränkung bei der Namensgebung von Dateien macht. )

Der vierte Befehl lautet mkdir.

mkdir [Bezeichnung]
erstellt ein neues Unterverzeichnis mit dem Namen [Bezeichnung] im aktuellen Verzeichnis.

Der fünfte Befehl lautet rm.

rm [Bezeichnung]
löscht die Datei mit dem Namen [Bezeichnung] UNWIEDERbrINGliCH aus dem Dateisystem. (Dieser Befehl ist demnach nur mit ÄUSSERSTER SORGFALT anzuwenden, da er wie gesagt, die Datei(en) löscht und es keine Möglichkeit gibt, sie wiederherzustellen. )

Der sechste Befehl lautet rd.

rd [Verzeichnis]
löscht das LEERE Unterverzeichnis [Verzeichnis] aus dem aktuellen Verzeichnis.

Der siebte Befehl lautet cd.

cd [Pfad][Verzeichnis]
wechselt in das durch [Pfad][Verzeichnis] angegebene Verzeichnis und macht es zum aktuellen Verzeichnis. Sollte es kein Verzeichnis mit dem Namen [Pfad][Verzeichnis] geben, oder das Verzeichnis den Zugriff verwehren, wird eine entsprechende Fehlermeldung ausgegeben.

Der achte Befehl lautet pwd.

pwd
gibt das Present Working Directory an. Dies ist das aktuelle Verzeichnis, in dem Sie sich zur Zeit befinden. (In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass UNIX-Systeme neben der absoluten auch relative Angaben zum Verzeichnispfad innerhalb des Dateisystems zulassen. Angenonnem, Sie besitzen ein Verzeichnis Programme innerhalb ihres Stammverzeichnisses und befinden sich gerade im Verzeichnis /home/users[X]/Studenten/[AndererLogin-Name], da Sie sich gerade von Ihrem Teammitglied die neueste Version Ihres gemeinsamen Ergusses zu einer Aufgabe kopiert haben. Nun wollen Sie sehen, ob diese im Verzeichnis Programme angekommen ist.

Statt

cd /home/users[X]/Studenten/[Login-Name]/Programme
können Sie ebenso
cd . . 
(übergeordnetes Verzeichnis, hier /home/users[X]/Studenten)
cd [Login-Name]/Programme
eingeben, aber auch
cd ~/Programme
(~ (Tilde) kann anstelle von /home/users[X]/Studenten/[Login-Name] stehen))

Der neunte Befehl lautet man.

man [Befehl]
gibt die Manual-Page (Hilfetext-Seite) des Befehls [Befehl] aus. Dient zum Nachschlagen von (Zusatz)Funktionen von Befehlen.

Der zehnte Befehl lautet ps.

ps
gibt die Prozessnummern und Namen der laufenden Prozesse aus. Ein Prozess ist ein Programm, das ausgeführt wird.

Der elfte Befehl lautet kill.

kill [Prozessnummer]
beendet den laufenden Prozess mit der Nummer [Prozessnummer]. (Vor allem beim Ausprobieren selbstgeschriebener Programme hilfreich. )

Der zwölfte Befehl lautet wc.

wc [Datei]
gibt drei Zahlen aus. Dies sind die Anzahl der Wörter (besser durch Leerzeichen getrennte Zeichenketten), die Anzahl der Zeilen und die Anzahl der Zeichen, die in der Datei [Datei] enthalten sind.

Der dreizehnte Befehl lautet less.

less [Datei]
zeigt den Inhalt der Datei auf dem Bildschirm an und gibt die Möglichkeit,vorwärts und rückwärts zu blättern.

Der vierzehnte Befehl lautet more.

more [Datei]
zeigt ebenfalls den Dateiinhalt an, man kann aber nicht rückwärts blättern.

Mit diesen vierzehn >>Befehlen>Befehle

Ein Beispiel hierfür ist

ls -l | less
Hierbei wird die Ausgabe des Programms ls, das eine Liste der im aktuellen Verzeichnis vorhandenen Dateien und Verzeichnisse ausgibt, zur Eingabe des Programmes less umgeleitet. Dadurch kann man in der Liste der Dateien und Verzeichnisse vorwärts und rückwärts blättern anstatt sie nur kurz vorbeieilen zu sehen.

Hier nun eine Liste der zur Verfügung stehenden Verknüpfungssymbole und ihrer Bedeutungen.

|
leitet die Ausgabe des links stehenden Programmes in die Eingabe des rechts stehenden Programmes um.
>
leitet die Standardausgabe des links stehenden Programmes in eine Datei mit dem rechts stehenden Namen um. Falls eine Datei dieses Namens existiert, wird Ihr Inhalt überschrieben, ansonsten wird eine neue Datei erzeugt.
>&
leitet die Fehlermeldungen des links stehenden Programmes um (Besonders beim Compilieren selbstgeschriebener Programme zur Fehlerauflistung zu verwenden. )
<
nimmt die links stehende Datei und übergibt sie an die Standardeingabe des rechts stehenden Programms.

Nun wenden wir uns Funktionen zu, die der Rechner, an dem wir sitzen, nicht alleine anbieten kann. (Am Rande sei hierzu bemerkt, dass ohne Netzwerkanbindung KEINER der Rechner auch nur irgendetwas tun könnte,da der Bootvorgang über das Netzwerk stattfindet. )

III. Arbeiten mit dem Netzwerk

Das erste,was wir mit dem Netzwerk tun werden,ist,nachzusehen, ob elektronische Post (E-mail) vorhanden ist.

Am einfachsten tut man dies, indem man

mail
in ein Terminalfenster eingibt. (Anmerkung:Das Lesen elektronischer Post mit mail ist zwar ein wenig mühsamer als mit dem Emacs oder anderen Mail-Programmen, aber wegen der knapp bemessenen Festplattenplatz-Zuteilung pro Person zu empfehlen, da mail gelesenen Post wieder in das Spool-Verzeichnis schreibt und den eigenen Plattenplatz nicht schmälert. )

Sollte keine elektronische Post vorhanden sein,so meldet dies mail und beendet sich selbst. Sollte jedoch Post vorhanden sein,so wird eine Liste mit Nummer,Absender und Betreff angezeigt,in der neu eingetroffene Post mit N und noch ungelesenen mit U markiert ist. Durch Eingabe der Nummer der Mail und Drücken der Eingabetaste wird die Mail angezeigt, die zunächst aus einem Header, der Informationen über Absender, Transportweg, Absendedatum usw. enthält und der eigentlichen Nachricht besteht. Durch Drücken der Eingabetaste wird die Mail nach und nach auf dem Bildschirm dargestellt. Durch Drücken der Taste q wird die Mail geschlossen und die Liste der

Mails wieder angezeigt. Mit der Eingabe
quit
wird mail beendet.

Wollen Sie selbst elektronische Post versenden, geben Sie

mail [Adresse]@[Domain]
ein. Daraufhin wird Subject: ausgegeben und Sie sollten einen Betreff für Ihre Mail angeben. Nachdem Sie die Eingabe mit der Eingabetaste abgeschlossen haben, können Sie nun den Text Ihrer Mail eingeben und mit ~r [Dateiname] am Anfang einer Zeile Textdateien in den Text einbetten. Sie beenden die Eingabe des Textes mit Ctrl+D. Danach können Sie, wenn Sie deren Adressen hinter dem Cc: angeben, weiteren Empfängern eine Kopie der Nachricht zukommen lassen. Durch Drücken der Eingabetaste wird die Mail verschickt. Zum Ausprobieren können Sie sich mit
mail [Login-Name]@Studenten.IMS.Uni-Stuttgart.DE
selbst eine Mail schreiben. Um später den Mitgliedern Ihres Teams zu schreiben, brauchen Sie nur deren Login-Name einzusetzten, bzw. in die Cc:-Zeile [Login-Name1]@Studenten.IMS.Uni-Stuttgart.DE [Login-Name2]@... zu schreiben.

Eine weitere über das Netzwerk zu erledigende Aufgabe ist das Ausdrucken. Da nur eine begrenzte Zahl von Druckern zur Verfügung steht, werden diese über sogenannte Drucker-Warteschlangen angesprochen. Im allgemeinen wird dies über den Befehl

lpr -P[Drucker-Name] [Datei-Name]
getan.

Derzeit stehen als [Drucker-Name] am IMS giaccometti, leonardo zur Verfügung. (Standorte sollten beim Rundgang genannt worden sein.)

Mit lpq -P[Drucker-Name] kann der Status der Abarbeitung erfragt werden.

Wir kommen nun zu dem zweitwichtigsten Werkzeug des Studiums, dem WWW-Browser. Um diesen starten zu können, sind jedoch einige Vorbereitungen nötig. Diejenigen, deren Prompt so aussieht :

[Login-Name]@phönix /home/users[X]/Studenten/[Login-Name] >
können mit dem Befehl
netscape &
die 4.05-Version des Netscape Navigators starten. Daraufhin erscheint eine Art Gerüst, das mit der Maus über den Bildschirm bewegt werden kann. Ziehen Sie dieses an den öberen linken Bildschirmrand und klicken Sie mit der linken Maustaste. Der Netscape Navigator füllt nun diesen Rahmen.

Alle anderen müssen zunächst

xhost phönix
eingeben. Danach
rlogin phönix
Dies bewirkt, dass der Rechner mit dem Namen phönix als X-Host eingetragen wird. Dies ist deshalb nötig, damit Ihr Rechner dort vorhandene Software nutzen kann. Das Remote Login meldet Sie als Benutzer auf dem Rechner phönix an, als würden Sie vor diesem sitzen und mit Ihm arbeiten. Dies ist einer der Hauptgründe, warum wir das X-Window/CDE-System benutzen. Nun geben Sie
setenv DISPLAY [Rechner-Name].IMS.Uni-Stuttgart.DE:0.0
ein, wobei [Rechner-Name] der Name des Rechners ist, an dem Sie sitzen (ein Vogel-Name, steht auf einem Schildchen am Monitor). Mit setenv werden Betriebssystemvariablen Werte zugewiesen. In diesem Fall bewirkt die Zuweisung, dass die Bildschirmanzeige von phönix auf Ihren Rechner umgeleitet wird. Nun können Sie durch Eingabe von
netscape &
den Netscape Navigator starten. Daraufhin erscheint eine Art Gerüst, das mit der Maus über den Bildschirm bewegt werden kann. Ziehen Sie dieses an den öberen linken Bildschirmrand und klicken Sie mit der linken Maustaste. Der Netscape Navigator füllt nun diesen Rahmen.

Die Adresse des WWW-Angebots des IMS lautet:
/fak5/ims/

Von dieser Homepage aus können Sie die elektronisch verfügbaren Dokumente des IMS erreichen. Aber auch andere Informationen.

Da Sie im Laufe des ersten Semesters bereits programmieren müssen, benötigen Sie einen weitere Zugangsberechtigung am Vordiplomspool des Instituts für Informatik in Stuttgart-Vaihingen- Möhringen. Diesen können Sie bei der Pool-Aufsicht in der Breitwiesenstrasse (dort finden die Informatik-Vorlesungen und -übungen statt) beantragen. Die Pool-Aufsicht ist meist am morgen anzutreffen, eine gute Gelegheit ist nach der Vorlesung.

Wenn Sie eine solche Zugangsberechtigung haben, können Sie mit dieser Befehlsfolge vom Next-Pool aus darauf zugreifen:

ssh -l [BENUTZERNAME AUF trICK]trick.informatik
startet den Einlogg-Vorgang per Secure Shell (verschlüsselte Übertragung). Der [BENUTZERNAME AUF trICK] ist meist mit dem im NeXt-Pool identisch, trotzdem sollten Sie Ihn hier angeben.

Wenn Sie nun mit

emacs &
den Emacs starten, können Sie vom Next-Pool aus programmieren, indem Sie den Programmcode Ihres Programmes eingeben, auf dem Informatik-Pool abspeichern und dort (zu) compilieren (versuchen). Dies ist angesichts des knappen Rechner-Bestandes in Vaihingen-Möhringen und der Tatsache, dass auf den Next-Pool-Rechnern nicht compiliert werden kann, zu empfehlen.

A propos EMPFEHLEN: Wer zuhause einen Rechner und ein Modem besitzt, der kann sich in das Uni-Netz einwählen und von zuhause aus arbeiten (unter Linux sogar mit X). Wie dies funktioniert steht beschrieben unter
http://www.uni-stuttgart.de/rus/42/unihome/
Dort wird erklärt, wie man einen dafür notwendigen Account beantragt, wie man sich einwählt usw.

WEITERHIN VIEL ERFOLG IM STUDIUM WÜNSCHT MARK ANTON !!!!!