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Grundstudium

Der erste Studienabschnitt, das Grundstudium, vermittelt die allgemeinen Grundlagen der Computerlinguistik, der Informatik und der Sprachwissenschaft. Am Ende dieser ersten vier Semester steht das Vordiplom, das aus drei Klausuren besteht. Der genaue Aufbau des Grundstudiums lässt sich an der folgenden Übersicht ablesen. Die Zahlen in Klammern geben die Semesterwochenstunden (SWS) an, d.h. die Unterrichtszeit pro Woche des jeweiligen Semesters. Achtung: eine SWS dauert nur 45 Minuten!

1. Sem. Einführung in die Informatik I (6) Logik und formale Grundlagen I (4) Einführung in die Linguistik (2) Software Labor I (4) Fremdsprache (4)   20
2. Sem. Einführung in die Informatik II (6) Semantik I (4) Einführung in die Computerlinguistik (4) Syntax I (4) Fremdsprache (2)   20
3. Sem. Formale Sprachen (4) Logik und formale Grundlagen II (4) Phonetik & Phonologie (4) Syntax II (4) Fremdsprache (2) Nebenfach (4) 22
4. Sem. Software Labor II (4) Statistische Methoden (4) Morphologie (2)   Fremdsprache (4) Nebenfach (4) 18

Tabelle 1: Aufbau des Grundstudiums

 

Die Titel der Lehrveranstaltungen erklären sich größtenteils von selbst. Die Einführung in die Linguistik bietet einen allgemeinen Überblick über die einzelnen Kerngebiete der Linguistik. Diese Teilbereiche werden dann in Syntax I und II, Phonetik & Phonologie, Morphologie und Semantik I näher vorgestellt. Vor allem für den letztgenannten Kurs, aber auch für die Einführung in die Computerlinguistik, erweisen sich Logik und formale Grundlagen I als unabdingbare Voraussetzung. In den Softwarelaboren werden praktische Fähigkeiten des Umgangs mit dem Rechner vermittelt. Dazu gehören die Vertrautheit mit dem Betriebssystem UNIX sowie die Kenntnis der für die Computerlinguistik wichtigsten Programmiersprachen (wie PROLOG) und Hilfsprogramme (z.B. zur akustischen Analyse). Gegenstand der Vorlesungen zur Einführungin die Informatik sind Programmiertechniken, Algorithmen und Datenstrukturen. Weitere, vor allem für die automatisierte Syntaxanalyse (Parsing) einschlägige theoretische Grundlagen werden in dem Kurs Formale Sprachen vermittelt. Die Statistischen Methoden schließlich finden vor allem in der Auswertung von Experimenten und bei der automatischen Spracherkennung Anwendung.

 

Mit Ausnahme der Informatik-Vorlesungen (für die die Fakultät für Informatik zuständig ist) werden alle bisher genannten Kurse vom Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung angeboten. Die meisten dieser Grundstudiumskurse sind Vorlesungen mit begleitenden Übungen. Am Ende eines Kurses steht zumeist eine Klausur, die über Bestehen (den sogenannten Schein) und Benotung entscheidet. Aus dem obigen Stundenplan ergibt sich, dass ein Jahrgang des Studiengangs jeweils ca. 16 - 20 SWS gemeinsam im "Klassenverband" dieselben Lehrveranstaltungen des Grundstudiums besucht. Lediglich in den Fremdsprachenkursen und im Nebenfach trennt sich die Gruppe.