Langsames Sprechen, mit vielen Pausen und großer ›Sprachanstrengung. Kurze Äußerungen mit verarmter syntaktischer Struktur. Häufig nur Aneinanderreihung von Inhaltswörtern (Nomina, Verben, Adjektive), Funktionswörter (Präpositionen, Artikel, Pronomina) und gebundene grammatische Morpheme (Affixe, Flexionsendungen) werden meist ausgelassen (sog. "Telegrammstil"). Eingeschränkter Wortschatz, sonst kaum lexikalische Störungen. Häufig ›phonematische Paraphasien. Das Sprachverständnis ist relativ gut erhalten; nur wenn die Interpretation einer Äußerung eine komplizierte syntaktische Analyse erfordert, kann es zu Auffälligkeiten kommen. Broca-Aphasiker sind sich - im Gegensatz z.B. zu Wernicke-Aphasikern - ihrer sprachlichen Beeinträchtigung bewußt, häufig versuchen sie, sich zu verbessern.
Ähnlich beim Lesesinnverständnis: Ist ein Satz syntaktisch komplex und enthält viele Funktionswörter kommt es zu deutlichen Verständnisproblemen. Das Lesen und Verstehen einfacher Sätze ist aber i.d.R. nicht beeinträchtigt. Beim Schreiben zeigt sich die selbe syntaktische Störung wie in der Spontansprache. Die häufig mit Broca-Aphasie verbundene Halbseitenlähmung (›Hemiplegie) führt zu zusätzlichen Problemen beim Schreiben.
Häufig verbunden mit ›Hemiplegie oder ›Hemiparese, dadurch kommt es oft auch zu Zeichen einer Dysarthrie.
(AAT = Aachener Aphasie Test)
max. Punktzahl
leicht bzw. nicht gestört
mittelschwer gestört
schwer gestört
Kommunikationsverhalten (Diskurs), Artikulation & Prosodie, Automatismen, Semantik, Phonematik, Syntax
Token Test, Nachsprechen, Schriftsprache, Benennen, Sprachverständnis
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