Charakteristisch für alle transkortikalen Aphasien sind herausragend gute Nachsprechleistungen. Alle anderen Modalitäten sind mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Abhängig davon, welche Modalitäten beonders schwer betroffen sind, unterscheidet man die transkortikal-motorische und die transkortikal-sensorische Aphasie: Liegt der Schwerpunkt der Störung in der Spontansprache, also im Sprachoutput, und ist das Sprachverständnis weitgehend erhalten, handelt es sich um eine transkortikal-motorische Aphasie. Im umgekehrten Fall, bei flüssiger Spontansprache und schlechtem Sprachverständnis, spricht man von einer transkortikal-sensorischen Aphasie. Bei einer gemischt-transkortikalen Aphasie ist der Sprachoutput und das Sprachverständnis gleichermaßen betroffen.
(Das umgekehrte klinische Bild bietet die Leitungsaphasie: das Nachsprechen ist auffallend stark gestört, alle anderen Leistungen sind weitgehend erhalten.)
(AAT = Aachener Aphasie Test)
max. Punktzahl
leicht bzw. nicht gestört
mittelschwer gestört
schwer gestört
Kommunikationsverhalten (Diskurs), Artikulation & Prosodie, Automatismen, Semantik, Phonematik, Syntax
Token Test, Nachsprechen, Schriftsprache, Benennen, SprachverstÀndnis
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| Untertest | max. Punktzahl | erreichte Punktz. | Prozentrang |
|---|---|---|---|
| Token Test | 50 | 39 | 30 |
| Nachsprechen | 150 | 131 | 73 |
| Schriftsprache | 90 | 50 | 51 |
| Benennen | 120 | 15 | 18 |
| Sprachverst. | 120 | 24 | 5 |
Neuroradiologische Untersuchungen
(Bilder nach radiologischer Konvetion seitenverkehrt: Bild/rechts = Realität/links)
CT-Scan vom 19. Januar 1991
CT-Scan vom 23. März 1992
SPECT-Untersuchung vom 24. März 1992