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Kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen im Wintersemester 1996/97

(Stand: 07.11.1996)

Beginn der Lehrveranstaltungen: Montag, 14.10.1997


Liste der Lehrveranstaltungen

 



Zimmermann

Einführung in die Linguistik

Mo 11:30 -13:00 (Raum 13.11) Beginn: 21.10.96

 

Seminarstufe: Proseminar

Die Vorlesung ist in erster Linie ein Überblick über die Hauptgebiete der Sprachwissenschaft: Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik. Daneben werden auch erste Einblicke in einige Anwendungsgebiete (Computerlinguistik, Neurolinguistik) und Hilfswissenschaften (Phonetik, Logik) geboten.

Literatur:
Im Laufe des Kurses werden Handouts und Skripten ausgegeben.


Bäuerle/Reyle

Logik und Formale Grundlagen I

Di 11:30 -13:00 (Raum 13.11)
Do 11:30 -13:00 (Raum 13.11) Beginn: 17.10.96

Seminarstufe:Proseminar

Zielgruppe: Studienanfänger

Dieser Kurs ist eine Einführung in die Grundlagen der Mengenlehre und die Semantik der Aussagen- und Prädikatenlogik, womit die mathematischen Grundlagen bereitgestellt werden, die für eine Vielzahl der Veranstaltungen des Studiengangs unbedingt benötigt werden.


Literatur:
B. Partee, A. ter Meulen, R. Wall: Mathematical Methods in Linguistics .Kluwer 1990.
L.T.F.; Gamut: Logic, Language and Meaning. Vol. I: Introduction to Logic.University of 
Chicago Press 


Bäuerle

Semantik I

Mi 15:00 -16:30 (Raum 12.21)
Do 14:00 -15:30 (Raum 13.11)

Seminarstufe: Proseminar

Der Kurs setzt die Kenntnis der Semantik der Prädikatenlogik (siehe"Logik und formale Grundlagen") voraus und führt von da aus in Probleme der Quantifikation und der Intensionalität und in die Techniken der direkten und der indirekten Deutung ein.


Wokurek/Dorna

Softwarelabor I

Mi 14:00 -17:15 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Proseminar

Zielgruppe: Erstsemester im Diplomstudiengang Linguistik, Nebenfachstudenten

! ANMELDUNG ERFORDERLICH (wenn möglich in Vierergruppen) zu Semesterbeginn wegen der Terminplanung !

Diese Lehrveranstaltung besteht aus 3 Laborübungen, in denen der praktische Umgang mit dem Computer vermittelt wird. Jedes Thema wird in Kleingruppen (3-4 Personen) an einem Nachmittag (4 Std) bearbeitet. Darüber wird während der Übung ein Laborprotokoll verfaßt.
Danach folgt die Einführung in die Programmiersprache PROLOG. Dieser Kursvermittelt theoretischen Grundlagen der Logikprogrammierung und praktische Erfahrung mit PROLOG. Nach einer kurzen Einführung liegt der Schwerpunkt in der selbständigen Durchführung kleinerer Programmierprojekte.
Teil 1: Übungen: UNIX 1, UNIX 2, Sprachaufnahme & Sprachwiedergabe
Teil 2:


Dogil

Einführung in die Phonetik/Phonologie

Di 11:30 -13:00 (Raum 13.11)
Do 09:45 -11:15 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Proseminar

Zielgruppe: Drittsemester im Diplomstudiengang Linguistik und Magister Linguistik, sowie Anglistische Linguistik

Im Bereich der Phonetik wird in die Grundlagen der Artikulation und Akustik der Sprachproduktion, sowie die menschliche Sprachwahrnehmung eingeführt. Die Teilnehmer erhalten auch einen Einblick in verschiedene Laute und Lautsysteme in den Sprachen der Welt. In Hinblick auf die Phonologie wird ein Überblick über verschiedene linguistische Theorien der kognitiven Repräsentation von Lautstrukturen geliefert und eingeübt, einschließlich der modernen nichtlinearen Phonologie. Im Verlaufe des Seminar werden Implikationen für die Sprachsynthese und maschinelle Spracherkennung verdeutlicht.

Literatur:
Petursson, M. & Neppert, J. 1996 (2. Auflage) Elementarbuch der Phonetik. Hamburg: Buske.
Clark, J. & Yallop, C. 1995 (2. Auflage). An introduction to phonetics and phonology. Oxford, 
UK & Cambridge, USA: Blackwell.


Jessen

Einführung in die Phonologie

Mi 14:00 -15:30 (11.82, K I)

Seminarstufe: Proseminar

Zielgruppe: Germanistikstudenten

Es werden die wichtigsten Fakten zum Lautsystem des Deutschen vorgestellt und in die Grundzüge der phonologischen Analyse eingeführt. Behandelt werden unter anderem:
  • Phonetische Grundlagen,
  • Allophonie (z.B. R-Varianten),
  • Neutralisation (z.B. Auslautverhärtung),
  • Phonotaktik,
  • Silbenstruktur,
  • komplexe Segmente,
  • Wortakzent,
  • Fremdworteinfluß.
Der Kurs wendet sich primär an Germanistikstudenten; Linguistik- und Computerlinguistikstudenten sollten das Seminar Phonetik/Phonologie am IMS (Veranstalter: Dogil) besuchen.

Literatur:
Duden. Das Aussprachewörterbuch. 3. Aufl. 1990.
Ramers & Vater 1995 (4. Aufl.). Einführung in die Phonologie.Hürth: Gabel
Verlag.


Kiss

Syntax II

Do 15:45 -18:45, 14-tägig, 4-stündig (Raum 13.11) Beginn:17.10.96

Seminarstufe: Proseminar

Dieser Kurs soll eine Einführung in HPSG und in zentrale Phänomenbereiche der deutschen Syntax bieten. Dabei wird auch darauf eingegangen, wie in HPSG grundlegende Konzepte und Einsichten der GB rekonstruiert bzw. modifiziert werden.

Literatur:
C. Pollard & I. Sag, Head-Driven Phrase Structure Grammar, University of Chicago Press, 1994


Marasek

Statistik für Linguisten II

Fr 09:45 -11:15 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Proseminar

Das Seminar ist als Fortsetzung des Seminars "Grundlagen der Statistik für Computerlinguisten" gedacht. Die folgenden Themen werden vorgestellt und eingeübt: mehrfache Faktoren-, Hauptkomponenten- und Zeitreihenanalyse. Auch die Probleme des Experimentdesign und die Zuverlässigkeit der Beurteilungen von Versuchspersonen werden diskutiert. Die Teilnehmer werden auch Daten aus eigenen Experimenten statistisch auswerten.

Literatur:
T. Rietveld, R. van Hout, Statistical Techniques for the Study of Language and Language Behaviour, 
Mouton de Gruyter, 1993 Bamberg, Baur, Statistik, Oldenburg.
Urban D., Becker-Richter, Bruns Th., Systematische Statistik für die computergestützte Datenanalyse, 
Gustav Fischer Verlag, 1992


Rooth

Formale Sprachen

Mi 09:45 -11:15 (Raum 12.21)
Do 11:30 -13:00 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Proseminar

Die Vorlesung führt in Grundbegriffe der Theorie formaler Sprachen ein. Es werden folgende Themengebiete abgedeckt:
  • Reguläre Sprachen, ihre Beschreibungen und Eigenschaften:
    reguläre Ausdrücke, deterministische und andere finite Automaten, reguläre Grammatiken, Minimierung endlicher Automaten, Abgeschlossenheit, finite Übersetzer (transducers)
  • Kontextfreie (kf.) Sprachen, Grammatiken und ihre Eigenschaften:
    Normalformen, Erkennung durch Kellerautomaten, andere Parsingalgorithmen, Sätze über kf. und Beispiele nicht-kf. Sprachen
  • Turing-Maschinen und allgemeine Berechenbarkeit
Empfohlene Literatur:
J. Hopcroft, J. Ullman.: Introduction to Automata Theory, Languages, and Computation; Addison-Wesley, 
Reading (Mass.), 1979
bzw. J. Hopcroft, J. Ullman. (dt. Ausgabe): Einführung in die Automatentheorie, Formale Sprachen und 
Komplexitätstheorie; Addison-Wesley, Bonn 1988


König/Rooth

Algorithmische Syntax: Grammatikentwicklung in unifikationsbasierten Formalismen

Mo 09:45 -11:15 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzungen: Einführung in der Computerlinguistik, Syntaxkenntnisse

Das Seminar soll die Umsetzung von Ergebnissen der theoretischen Syntax in implementierungsnahe Formalisierungen bzw. tatsächliche Implementierungen vermitteln. Als Rahmen für die Grammatiktheorie soll Head Driven Phrase Structure Grammar (HPSG) von Pollard/Sag, 1994, dienen. Nach der Diskussion der Problematik einer direkten Umsetzung der HPSG-Theorie in die getypte, merkmalsbasierte Programmiersprache CUF soll 'LexGram' als eine HPSG-inspirierte Erweiterung von CUF eingeführt werden. Wir werden Kodierungsmöglichkeiten für einige in der HPSG-Literatur vorgeschlagenen Analysen in LexGram vorstellen.
Weiterhin sind die folgenden Themen vorgesehen: Grammatiken für Chunk Parsing; laufende Grammatikentwicklung am IMS im Rahmen der Lexical Functional Grammar; Methoden prägnanter Lexikon-Kodierung.
Für den Erhalt eines Scheines ist eine Hausarbeit in Form einer Grammatikimplementierung bzw. Erweiterung einer bestehenden Grammatikimplementierung Voraussetzung.
Falls nötig können Einführungen in HPSG und CUF gegeben werden.

Vorbereitende Literatur:
Pollard, Carl and Sag, Ivan A.: Head Driven Phrase Structure Grammar, University of Chicago Press, 
Chicago, 1994.
König, Esther: LexGram - a practical categorial grammar formalism. In: Proceedings of the Workshop on Computational 
Logic for Natural Language Processing. A Joint COMPULOGNET/ELSNET/EAGLES Workshop, 1995, Edinburgh,Scotland. 
(revised version)


Eisele

Parsing I

Di 09:45-11:15 (Raum 12.21)
Fr 09:45-11:15 (Raum 13.11)

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzungen: Syntax I, Einführung in die Computerlinguistik (Themenkatalog abzuholen in Raum 2/8)

In diesem Kurs werden verschiedene Verarbeitungsmechanismen vorgestellt, die bei der Analyse natürlichsprachlicher Eingaben Verwendung finden. Um "ad-hoc"-Lösungen zu vermeiden, wird in der Regel verlangt, daß der Analyse eine Grammatik mit "deklarativer" Semantik zugrundeliegt. Dies kann im einfachsten Fall eine kontextfreie Grammatik sein. Häufig kommen Grammatiken aus einem der zahlreichen "unifikationsbasierten Formalismen" (UG,DCG, LFG, GPSG, HPSG, CUG, UCG,...) zum Einsatz.
Der Kurs befaßt sich mit folgenden Teilgebieten:
  • Parsing-Methoden für kontextfreie Grammatiken: Top-Down-, Bottom-Up-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus, LL(k)-, LR(k)-Verfahren
  • Parsing-Methoden für Unifikationsgrammatiken: Top-Down, Bottom-Up, Left-Corner-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus
  • Einschränkungen des Grammatikformalismus, die Entscheidbarkeit und effiziente Erarbeitung gewährleisten
  • Schnittstelle zwischen morphologischer und syntaktischer Analyse
  • Robustes Parsen
Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben


Zimmermann

Semantik II

Mo 14:00 -15:30 (Raum 13.11)
Fr 11:30 -13:00 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzung: Semantik I

Dies ist eine Fortsetzung meines Semantik-I-Kurses im SS 1995; Interessenten, die an diesem Kurs nicht teilgenommen haben, sollten sich in einer der Feriensprechstunden bei mir melden.
Auf dem Programm stehen 3 Themen:
  • a) generalisierte Quantoren: logisch-semantische Eigenschaften und Universalien von Determinatoren und quantifizierenden Nominalphrasen
  • b) dynamische Semantik: Indefinita, Eselssätze, Diskursanaphorik
  • c) Pluralsemantik: Kollektivität, Pluralanapher Distributivität, abhängige Plurale
Literatur:
zu a): J. van Benthem: Determiners and Logic. Linguistics and Philosophy 6(1983), 447-478.
zu b): Erstes. Kapitel von G. Chierchia: Dynamics of Meaning. Chicago 1995.
zu c): Viertes Kapitel von H. Kamp, U. Reyle: From Discourse to Logic. Dordrecht 1993. 


Wedekind

MÜ II: LFG-basierte Maschinelle Übersetzung

Fr 09:45 -11:15 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzungen: Seminar über Syntax. LFG-Kenntnisse werden vermittelt, Seminar baut z. T. auf Seminar "LFG-basierte MÜ" vom SS 95 auf

In dem Seminar sollen die wichtigsten Grundkonzepte der LFG (Lexikalisch Funktionale Grammatik) und ein Transferansatz auf der Grundlage von Projektionen eingeführt und diskutiert werden. Auf dieser Basis werden Beispiele für die Übersetzung zwischen Deutsch und Englisch durchgearbeitet. Teile des Beispielmaterials stammen aus Fachtexten, die derzeit in einem Projekt zu parallelen LFG-Grammatiken bearbeitet werden.
Behandelt werden der Aufbau von c- und f-Strukturen, lexikalische Information für LFG, Transferprojektionen, Behandlung von lexikalischen und strukturellen Übersetzungsproblemen.
Die Teilnehmer sollen nach Ende des Kurses in der Lage sein, kontrastive Beschreibungen für den Transfer selbst zu erstellen.
Die einzelsprachlichen Beschreibungen, die im Seminar diskutiert bzw. neu erstellt werden, können anhand des Grammar Writer's Workbench Systems überprüft werden.

Literatur:
eine Literaturliste wird zu Beginn des Seminars ausgegeben;


Kamp

Logik II

Mo 11:30 -13:00 (Raum 12.21)
Do 09:45 -11:15 (Raum 13.11)

Seminarstufe: Hauptseminar

Ausgehend vom Vollständigkeitssatz für die Prädikatenlogik erster Stufe werden wir uns mit einigen zentralen Begriffen (Axiomatisierbarkeit, Kategorizität, elementare Äquivalenz) und grundlegenden Resultaten (Löwenheim-Skolem, Nicht-Standard-Modelle) der Modelltheorie beschäftigen. Die dazu benötigten mengentheoretischen Voraussetzungen (vor allem ordinale und kardinale Arithmetik) werden bei Bedarf bereitgestellt.
Im zweiten Teil des Seminars werden wir die im ersten Teil entwickelten Begriffe und Methoden auf die für die Computerlinguistik besonders einschlägigen Merkmalsstruktursprachen anwenden und so die meta-mathematischen Eigenschaften dieses Teilsystems des Prädikatenkalküls eruieren.

Literatur:
Chang, C. C.; Keisler, H. J. (1973): Model Theory. Amsterdam.
M.E.Johnson: Attribute-Value Logic and the Theory of Grammar. CSLI Lecture Notes 16
G.Smolka: A Feature Logic with Subsorts, LILOG Report 33; IBM Deutschland 


Kamp

Sprachphilosophie

Di 11:30 -13:00 (Phonetiklabor)
Do 14:00 -15:30 (Übungen, Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Die Veranstaltung besteht aus einer 2-stündigen Vorlesung und einer 2-stündigen Übung. Die Vorlesung befaßt sich primär mit den traditionellen Themen der Sprachphilosophie: Wahrheit und Bedeutung. Diskutiert wird hauptsächlich der Bezug der Sprache zum Gegenstand, von dem gesprochen wird und zum Denken desjenigen, der spricht. Dabei sollen auch neuere Ergebnisse und Überlegungen aus der Kognitionswissenschaft (Verhältnis Sprache-Gehirn) und Computerlinguistik (Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen natürlichen Sprachen und Programmiersprachen) berücksichtigt werden.
Die Vorlesung richtet sich auch an Hörer des Studiums Generale. Sie wird sich auf allgemeine philosophische Fragestellungen konzentrieren. In den Übungen sollen auch die formalen Aspekte der Probleme besprochen werden. 


Christ

Linguistische Corpuserschließung

Di 14:00 -15:30 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Pro-/Hauptseminar

Das Seminar stellt die grundlegenden Verfahren und Konzepte der linguistischen Erschließung von Textcorpora anhand von Beispielen aus deutschen, englischen und französischen Zeitungscorpora dar. Zunächst werden die wichtigsten Arbeitsschritte bei der Aufbereitung von Textmaterial (Erkennung von Satzgrenzen, von Wortformen, morphosyntaktische Analyse und Lemmatisierung, Identifikation von phrasenstrukturellen Konstrukten, partielles Parsing, interaktive oder automatische Corpusabfrage) beschrieben und der neueste Stand von Wissenschaft und Technik in diesen Bereichen dargestellt.
Daneben ist der Bereich der Corpusanfragewerkzeuge ein zentrales Thema der Veranstaltung: aus der Sicht der Wörterbuch- und Grammatikerstellung ergeben sich spezielle Aufgaben bzw. Fragestellungen, die der Linguist anhand von Corpusmaterial überprüfen möchte. Beispiele hierfür aus der praktischen Arbeit an Wörterbuch- und Grammatikfragmenten werden diskutiert. Die Teilnehmer erhalten eine Einführung in die Benutzung des am Institut entwickelten Corpusabfragesystems und sollen im Verlauf des Seminars in die Lage gesetzt werden, selbst Anfragen für konkrete deskriptive Aufgaben zu entwickeln.
Schein: Hausarbeit und/oder Vortrag (bitte absprechen).

Literatur: wird zu Beginn des Seminars angegeben; Einführungsaufsätze bzw. Handbücher für die am IMS vorliegenden Werkzeuge werden bereitgestellt (bitte bei Oliver Christ abholen).


Wokurek/Jessen

Sprachsynthese

Di 14:00 -15:30 (Phonetiklabor)
Di 15:45 -17:15 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Hauptseminar

Dieses Seminar vermittelt einen Überblick über die Verarbeitungsschritte der 'text-to-speech' Sprachsynthese.
Themenschwerpunkte:
  • Einsatz von DELTA und des KLATT-Synthesizers
  • Zeitbereichssynthese mit PSOLA


Marasek

Stimmqualität

Fr 11:30 -13:00 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Hauptseminar

Das Seminar bietet eine Einführung in die Aspekte der Stimmqualität. Die wichtigsten Stimmeigenschaften und die Wirkung der Stellung der Stimmorgane auf die Stimme werden vorgestellt. Auch die Methoden der objektiven Beurteilung der Stimmqualität werden vermittelt, insbesondere wird der Verlauf der Phonation anhand akustischer und EGG-Methoden interpretiert.

Literatur
Eckert H.,, Laver J., Menschen und ihre Stimmen - Aspekte der vokalen Kommunikation, Beltz, 
Psychologie Verlags Union, Weinheim 1994.
Titze I., Principles of voice production, Prentice Hall, Englewood Cliffs, 1994.
Laver J., The gift of speech, Edinburgh University Press, Edinburgh,1991


Möhler

Algorithmen für die Sprachsynthese

Mo 14:00 -15:30 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzungen: Grundkenntnisse in C oder Sprachsynthese I

Aus verschiedene Bereichen der Sprachsynthese sollen einfache Algorithmen entwickelt werden. Grundkenntnisse in C oder zumindest in Shellprogrammierung sind Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Softwarepraktikum. Das Praktikum wird u. U. als Kompaktseminar angeboten.


Wokurek

Signalverarbeitung

Do 14:00 -15:30 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Hauptseminar

Diese Vorlesung vermittelt die signal- und systemtheoretischen Grundlagen der Analyse und Verarbeitung von Sprachsignalen für Linguisten und Computerlinguisten. Die Signal- und Systemtheorie wird anschaulich dargestellt und durch Computerexperimente und Hörproben ergänzt. Zur Signalanalyse werden Verfahren im Zeitbereich, im Frequenzbereich und im kombinierten Zeit-Frequenzbereich vorgestellt.
Themen:
  • Signale, Abtastwerte, Modelle (deterministisch, stochastisch)
  • Filter (lineare, zeitinvariante Systeme),
  • Spektralanalyse (Fouriertransformation),
  • Quelle-Filter Modell für Sprache,
  • lineare Prädiktion (LPC),
  • Spektrogramm (Sonagramm), Wignerverteilung, Wavelets


Regel-Brietzmann

Spracherkennung III: Automatische Spracherkennung

Do 15:45 -17:15 (Phonetiklabor)

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzungen: Grundlagen der Hidden-Markov-Modelle. Falls diese Grundlagen nicht vorhanden sind, ist ein erhöhter Arbeitsaufwand notwendig.

Die Vorlesung teilt sich in zwei parallele Zweige. Der erste Zweig gibt einen Überblick über Neuronale Netze in der automatischen Spracherkennung. Hierzu sind keine Übungen vorgesehen.
Der zweite Zweig beinhaltet eine Übung am Rechner, bei der in mehreren Aufgaben ein fortschritlicher Erkenner mit HTK-Toolkit (Hidden-Markov-Modelle) erarbeitet werden soll. Mögliche Themen sind:
  • Prosodische Merkmale zur Unterstützung der Erkennungsleistung
  • Optimale Wortuntereinheiten
  • Aussprachevarianten
  • Demosystem


Abusch/Kamp

Semantik III: Topik

Mo 14:00 -15:30 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Following Büring (1995, 1996) we discuss how Rooth's alternative semantics of focus is extended to a theory of topic. With the new notion of the topic value of a sentence at hand, empirical phenopmena like scope reversal and strong reading of weak quantifiers follow directly. Various accenting phenomena will be examined (multiple focus, bridge contour, scale evoking accent) and their analysis in the literature in terms of the semantics of focus and topic. (Rooth (95), Krifka (95), Swarzschild (95), Steedman (96) and others). In the second part of the class we review topic and focus as information structuring phenomena as discussed in Reinhart (80, 95), Valduvi (90), Roberts (95) and others. The aim of the course is to investigate whether one can erect a bridge between the semantics of topic and focus as intonational phenomena and the role they play in structuring information theories. If time allows we will take a look at dialogues.


Hamm/Zimmermann

Semantik III: Dynamische Semantik

4-stündig, in Tübingen; Näheres siehe Aushang

Seminarstufe: Hauptseminar

Voraussetzungen: Grundkenntnisse der Semantik und Logik

Ziel dieses Seminars ist es, die formalen und begrifflichen Grundlagen verschiedener Systeme der dynamischen Semantik zu untersuchen und diese Systeme hinsichtlich ihres empirischen Gehalts zu vergleichen. Als Vorbereitung wird Kap. 7.4 aus Gamut empfohlen.

Literatur:
Dekker, P.(1993): Transsentential Meditations. Ups and downs in dynamic semantics. Dissertation, 
Universität Amsterdam.
Gamut, L. (1991): Logic, Language, and Meaning, Vol II. Chicago University Press.
Groenendijk, J./Stokhof, M. (1991): Dynamic Predicate Logic. Linguistics and Philosophy 14, 
1 - 39.
Heim, I. (1990): E-type Pronouns and Donkey Anaphora. Linguistics and Philosophy 13, 137 - 179.
Kamp, H./Reyle, U. (1993): From Discourse to Logic. Kluwer.
Vermeulen, C. (1995): Merging without Mystery or: Variables in Dynamic Semantics. Journal of 
Philosophical Logic 24, 405 - 450.


Reyle

Deduktionssysteme

Fr 14:00 -15:30 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Automatische Beweiser sind zentraler Bestandteil vieler Systeme aus dem Bereich der KI und stellen insbesondere für das logische Programmieren eine notwendige technische Voraussetzung dar. Im Seminar werden die Grundlagen für Deduktionssysteme verschiedenster Art behandelt. Die Themen umfassen u.a. Kalküle für die klassische Prädikatenlogik erster Stufe -- insbesondere verschiedene Varianten der Resolutionsmethode, sowie Kalküle des natürlichen Schließens -- aber auch Kalküle für nicht-klassische Logiken -- wie etwa lineare, intuitionistische, modale und temporale Logiken.

Literatur:
Hofbauer/Kutsche (1991). Grundlagen des maschinellen Beweisens, Vieweg, ISBN 3-528-14718-0 (2. Aufl.)
weitere Literatur wird bekannt gegeben


Rooth

Syntax III: Lexikon-Syntax-Schnittstelle

Do 15:45 -17:15 (Raum 12.21)

Seminarstufe: Hauptseminar

Das Seminar behandelt Phänomene an der Schnittstelle zwischen Syntax und lexikalischer Semantik, aus linguistischer und computerlinguistischer Sicht.
Hauptgegenstandsbereiche sind:
  • Subkategorisierung,
  • Lexikalische Dekomposition,
  • Thematische Rollen,
  • Obliqueness-Hierarchie,
  • die Unterscheidung zwischen Argumenten und Adjunkten,
  • Unaccusativity,
  • Diathesen,
  • semantische Typen,
  • Type Coercion,
  • das 'generative lexicon',
  • Polysemie,
  • Ansätze zur Verbklassifikation,
  • hierarchische Ontologien.


Dogil

Kolloquium für Examenskandidaten

Do 11:30 - 13:00 (Phonetiklabor)

Institutskolloquium

Mi 12:00 - 13:00 (Raum 12.21)


Kamp/Rohrer

Doktorandenkolloquium

Mo 15:45 - 17:15 (Raum 12.21)