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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis WS 97/98


Einführung in die Linguistik (Bäuerle)

Seminarstufe: PS
Uhrzeit: Mo 11:30-13:00 (13.11)
                 
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 1. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Diese Veranstaltung gibt in erster Linie einen Überblick über die Hauptgebiete der Sprachwissenschaft (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik). Daneben werden erste Einblicke in einige Anwendungsgebiete (z.B. Computerlinguistik) und Hilfswissenschaften (Phonetik, Logik) geboten.

Voraussetzung: keine
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur: Im Laufe des Kurses werden Skripte und Handouts ausgegeben. Als Begleitlektüre zu empfehlen sind:

S. Pinker, Der Sprachinstinkt; Grewendorf/Hamm/Sternefeld, Sprachliches Wissen.

Logik und formale Grundlagen I (Kamp)

Seminarstufe: PS 4
Uhrzeit: Di 11:30-13.00 (13.11)
             Do 11:30-13.00 (13.11)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 1. Sem Dieser Kurs ist eine Einführung in die Grundlagen der Mengenlehre und in die Semantik der Aussagen- und Prädikatenlogik, womit die mathematischen Grundlagen bereitgestellt werden, die für eine Vielzahl der Veranstaltungen des Studiengangs unbedingt benötigt werden.

Voraussetzung: keine
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur:

B. Partee, A. ter Meulen, R. Wall: Mathematical Methods in Linguistics. Kluwer, 1990

Software-Labor I (Wokurek/Dorna)

Seminarstufe: PS 4
Uhrzeit: Mo 14:00-15:30 (Next-Raum / Phonetiklabor)
             Mi 14:00-15:30 (Next-Raum / Phonetiklabor)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 1. Sem

Diese Lehrveranstaltung besteht aus 3 Laborübungen, in denen der praktische Umgang mit dem Computer vermittelt wird. Jedes Thema wird in Kleingruppen (3-4 Personen) an einem Nachmittag (4Std) bearbeitet. Darüber wird während der Übung ein Labor-Protokoll verfasst.

Danach folgt die Einführung in die Programmiersprache ``Prolog''. Dieser Kurs vermittelt theoretische Grundlagen der Logikprogrammierung und praktische Erfahrung mit der Programmiersprache ``Prolog''. Nach einer kurzen Einführung liegt der Schwerpunkt in der selbständigen Durchführung kleinerer Programmierprojekte.

Teil 1:
Unix 1, Unix 2, Sprachaufnahme, Sprachwiedergabe
Teil 2:
Prolog - Kurs


Voraussetzung: Anmeldung in den ersten Tagen des Semesters
Leistungsnachweis: Laborprotokolle, (Programmier-)Übungen, ...
Literatur: wird bekanntgegeben


Einführung in die Phonetik und Phonologie (Dogil)

Seminarstufe: PS 4
Uhrzeit: Mo 9:45-11:15 (13.11)
             Fr 9:45-11:15 (13.11)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3. Sem, MA Linguistik Anglistische Linguistik, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Im Bereich der Phonetik wird in die Grundlagen der Artikulation und Akustik der Sprachproduktion sowie die menschliche Sprachwahrnehmung eingeführt. Die Teilnehmer erhalten auch einen Einblick in verschiedene Laute und Lautsysteme in den Sprachen der Welt. Im Hinblick auf die Phonologie wird ein Überblick über verschiedene linguistische Theorien der kognitiven Repräsentation von Lautstrukturen einschließlich der modernen nichtlinearen Phonologie angeboten. Im Verlaufe des Seminars werden Implikationen für die Sprachsynthese und maschinelle Spracherkennung verdeutlicht. Für Studenten der Anglistik wird sich der Donnerstag-Kurs spezifisch mit Problemen der englischen Phonologie und Phonetik (mit Aussprache-Übungen) befassen.

Voraussetzung: keine
Leistungsnachweis: wird bekanntgegeben

Literatur:

Petursson, M. / Neppert, J. 1996 (2. Auflage). Elementarbuch der Phonetik. Hamburg : Buske
Clark, J. / Yallop, C. 1995 (2. Auflage). An Introduction to Phonetics and Phonology. Oxford, 
UK / Cambridge, USA : Blackwell 

Formale Sprachen (Hoch)

Seminarstufe: PS 4
Uhrzeit: Mo 14:00-15:30 (12.21)
             Do 15:45 - 17:15 (12.21)
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3. Sem

Die Vorlesung führt in Grundbegriffe der Theorie formaler Sprachen ein. Es werden folgende Themengebiete abgedeckt:

  • Reguläre Sprachen, ihre Beschreibungen und Eigenschaften:

    Reguläre Ausdrücke, deterministische und andere finite Automaten, reguläre Grammatiken, Minimierung endlicher Automaten, Abgeschlossenheit, finite Übersetzer (transducers)

  • Kontextfreie Sprachen, Grammatiken und ihre Eigenschaften:

    Normalformen, Erkennung durch Kellerautomaten, andere Parsingalgorithmen, Sätze über kf. und Beispiele nicht-kf. Sprachen

  • Turing-Maschinen und allgemeine Berechenbarkeit


Voraussetzung: Einführung in die Informatik
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur:

Hopcroft, John E; Ullman, Jeffrey: Einführung in die Automatentheorie, Formale Sprachen und 
Komplexitätstheorie; Aus d. Engl.; Addison-Wesley Bonn /VVA, 3. Aufl. 1994; ISBN 3-89319-744-3
oder alternativ die orginal englische Version: Hopcroft, John E. Hopcroft; Ullman, Jeffrey D. Ullman: 
Introduction to Automata Theory, Languages, and Computation; Addison-Wesley, Reading (Mass.), 
1979; ISBN 0-201-02988-X

Einführung in die Phonologie (Jessen)

Seminarstufe: PS 2
Uhrzeit: Mi 14:00-15:30 (11.82)

Zielgruppe: Germanistik nicht: Dipl.-Ling.

Es werden die wichtigsten Fakten zum Lautsystem des Deutschen vorgestellt und in die Grundzüge der phonologischen Analyse eingeführt. Behandelt werden unter anderem: Phonetische Grundlagen, Allophonie (z.B. R-Varianten), Neutralisation (z.B. Auslautverhärtung), Phonotaktik, Silbenstruktur, komplexe Segmente, Wortakzent, Fremdworteinfluß.

Voraussetzung: keine formalen Voraussetzungen. Grundkenntnisse Linguistik sinnvoll.
Leistungsnachweis: Klausur oder Referat

Literatur:

Duden. Das Aussprachewörterbuch. 3. Aufl. 1990.
Ramers / Vater 1995 (4. Aufl.). Einführung in die Phonologie. Hürth: Gabel Verlag.
Begleitskript des Veranstalters: Komponenten einer phonologischen Analyse des Deutschen. 

Syntax II (LFG/HPSG) (Rohrer/Kuhn)

Seminarstufe: PS 4
Uhrzeit: Di 11:30-13:00 (12.21)
             Do 11:30-13:00 (12.21)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Im ersten Teil des Seminars werden der Formalismus und die syntaktische Theorie der Head-Driven Phrase Structure Grammar (HPSG) eingeführt. Nach einer kurzen Wiederholung der Grundlagen der Lexical-Functional Grammar (LFG) werden dann im zweiten Teil zentrale Phänomene der deutschen Syntax und deren Analyse in den beiden Theorien besprochen. In den Übungen werden kleinere Grammatikfragmente explizit formalisiert.

Voraussetzung: Syntax I, Einführung in die Computerlinguistik
Leistungsnachweis: Übungsaufgaben und Klausur

Literatur:

C. Pollard / I. Sag: Head-Driven Phrase Structure Grammar. University of Chicago Press. 1994
T. Kiss: Merkmale und Repräsentationen. Eine Einführung in die deklarative Grammatikanalyse. 
Westdeutscher Verlag. 1995.
M. Dalrymple, R. Kaplan, J. Maxwell, A. Zaenen: Formal Issues in Lexical-Functional Grammar. 
CSLI Publications. 1995. 

Semantik I (Zimmermann)

Seminarstufe: PS 4
Uhrzeit: Mo 11:30-13:00 (12.21)
             Fr 11:30-13:00 (12.21)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Kommentar: siehe Aushang.

Voraussetzung: Logik und formale Grundlagen
Leistungsnachweis: Klausur


Semantik II (Bäuerle)

Seminarstufe: HS 4
Uhrzeit: Mi 9:45-11:15 (13.11)
             Do 14:00-15:30 (13.11)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 5. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Behandelt werden die Theorie der generalisierten Quantoren, Ansätze zur dynamischen Semantik und die Semantik des Plurals.

Voraussetzung: Semantik I
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur: Eine Literaturauswahl wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben.


Sprachsynthese (Jessen/Wokurek)

Seminarstufe: HS 4
Uhrzeit: Di 14:00-17:15 (Phonetiklabor)
                 
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 5. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Dieses Seminar vermittelt die Verarbeitungsschritte der `text-to-speech' Sprachsynthese. Schwerpunkte: phonetische Syntheseparameter, `unit-selection', Zeitbereichssynthese mit PSOLA

Voraussetzung: vorteihaft sind Einf. Phonetik und Spracherkennung I
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur:

J.P.H van Santen, et.al. 1996. Progress in Speech Synthesis. Springer, New York.
Carlson, R. / Granstroem, B. 1997. Speech synthesis. In: Hardcastle (ed.) Handbook of Phonetic 
Sciences. Blackwell. 768-788.

Algorithmische Syntax (König)

Seminarstufe: HS 4
Uhrzeit: Mo 9:45-11:15 (13.11)
             Mi 14:00-15:30 (12.21)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 5. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

Das Seminar soll Techniken vermitteln, wie Ergebnisse der theoretischen Syntax in lauffähige Implementierungen umgesetzt werden können. Dazu wird der gemeinsame Kern von verschiedenen Grammatikformalismen, wie Dependenzgrammatiken, HPSG, Kategorialgrammatiken und LFG, herausgearbeitet. Für die tatsächliche Grammatikkodierung wird der CUF/LexGram-Formalismus eingeführt, eine Art 'schlanker HPSG-Formalismus'. Anhand ausgewählter Fragestellungen der deutschen Syntax sollen Methoden des 'grammar engineering' illustriert werden: Verwendung von Templates, hierarchische Lexikon-Organisation, Modularisierung, verteilte Grammatikentwicklung, systematisches Testen und debugging, Einbinden zusätzlicher Module wie Morphologie und Semantikkonstruktion. Dieses vierstündige Seminar umfast praktische Übungen am Rechner, die bei Interesse in ein gröseres Projekt (Software-Praktikum, Studienarbeit etc.) einmünden können.

Voraussetzung: Einführung in die Computerlinguistik, Syntaxkenntnisse.
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur:

Götz, Thilo and Meurers, Detmar: The ConTroll System as Large Grammar Development Platform. 
Proceedings of the Workshop "Computational Environments for Grammar Development and Linguistic 
Engineering (ENVGRAM)", Madrid, 1997.
http://www.sfs.nphil.uni-tuebingen.de/dm/papers/envgram.html
König, Esther: CUF-Tutorial. /fak5/ims/cuf/
König, Esther: LexGram - a practical categorial grammar formalism. In: Proceedings of the 
Workshop on Computational Logic for Natural Language Processing. A Joint 
COMPULOGNET/ELSNET/EAGLES Workshop, 1995, Edinburgh, Scotland. (revised version)
ftp://ftp.ims.uni-stuttgart.de/pub/cuf/english_papers/LexGram-short-revised.ps.gz
Pollard, Carl and Sag, Ivan A.: Head Driven Phrase Structure Grammar, University of 
Chicago Press, Chicago, 1994. 

Parsing I (Light/Dörre/Carroll)

Seminarstufe: HS 4
Uhrzeit: Mo 15:45 - 19:00 (12.21)
                 
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 5. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach

In diesem Kurs werden verschiedene Verarbeitungsmechanismen vorgestellt, die bei der Analyse natürlichsprachlicher Eingaben Verwendung finden. Um "ad-hoc"-Lösungen zu vermeiden, wird in der Regel verlangt, daß der Analyse eine Grammatik mit "deklarativer" Semantik zugrundeliegt. Dies kann im einfachsten Fall eine kontextfreie Grammatik sein. Häufig kommen Grammatiken aus einem der zahlreichen "unifikationsbasierten Formalismen" (UG, DCG, LFG, GPSG, HPSG, CUG, UCG,...) zum Einsatz.

Der Kurs befaßt sich mit folgenden Teilgebieten:

  • Parsing-Methoden für kontextfreie Grammatiken: Top-Down-, Bottom-Up-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus, LL(k)-, LR(k)-Verfahren
  • Parsing-Methoden für Unifikationsgrammatiken: Top-Down, Bottom-Up, Left-Corner-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus
  • Einschränkungen des Grammatikformalismus, die Entscheidbarkeit und effiziente Erarbeitung gewährleisten
  • Schnittstelle zwischen morphologischer und syntaktischer Analyse
  • Robustes Parsen

Voraussetzung: Syntax I, Einführung in die Computerlinguistik
Leistungsnachweis: Klausur
Literatur: wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben


Stimmqualität (Marasek)

Seminarstufe: HS 4
Uhrzeit: Di 9:45-11:15 (Phonetiklabor)
             Do 9:45-11:15 (Phonetiklabor)
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst.

Das Seminar bietet eine Einführung in die Aspekte der Stimmqualität. Die wichtigsten Stimmeigenschaften und die Wirkung der Stellung der Stimmorgane auf die Stimme werden vorgestellt. Auch die Methoden der objektiven Beurteilung der Stimmqualität werden vermitteln, insbesondere wird der Verlauf der Phonation anhand akustischer und EGG-Methoden interpretiert.

Literatur:

Eckert H., Laver J., Menschen und ihre Stimmen - Aspekte der vokalen Kommunikation, Beltz, Psychologie Verlags Union, 
Weinheim 1994.
Titze I., Principles of voice production, Prentice Hall, Englewood Cliffs, 1994.
Laver J., The gift of speech, Edinburgh University Press, Edinburgh, 1991. 

Probleme der deutsch-frz. maschinellen Übersetzung (Eberle)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Mi 17:15-18:45 (12.21)

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst., Dipl.-Inf.: Nebenfach

Zur Einführung werden in dem Seminar alternative MÜ-Architekturen wie 'Transfer-Ansatz versus Inter-lingua-Ansatz' oder 'rekursive Übersetzung versus Shake and Bake' einander gegenübergestellt und deren Vor- und Nachteile an konkreten Aufgabenstellungen der deutsch-französischen Übersetzung diskutiert.

Daraus ergibt sich eine Einordnung der Grundlagen des IBM-Übersetzungssystems LMT (Logic Based Machine Translation), das in dem Seminar näher beschrieben werden soll und den Rahmen liefert zur Repräsentation von Übersetzungsäquivalenten.

Den konkreten Hintergrund für das Herausarbeiten notwendiger Bedingungen guter Maschineller Übersetzung liefern Beispiele zu verschiedenen Typen von Übersetzungschwierigkeiten, wie 'head switching', Kategoriewechsel, lexikalische und strukturelle Ambiguität, und die Probleme, die sich bei der korrekten Übersetzung von Pronomen, Tempus und Aspekt ins Französische stellen.

Voraussetzung: Grundkenntnisse in Syntax und Semantik (HPSG, Dependenzgrammatik, Diskursprepräsentationstheorie)
Leistungsnachweis: nach Absprache
Literatur: wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben


Lexical knowledge representation for NLP (Gazdar)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Di 9:45-11:15 (12.21)
             Fr 9:45-11:15 (12.21) Dieser Kurs geht nur bis Weihnachten!
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst.

Much contemporary NLP work is heavily lexicalist in character. As a consequence, the design of lexicons has become a major research area. This course will consider the design of lexicons' for NLP, concentrating on issues relating the representation of lexical knowledge (semantic, syntactic, morphological, phono- logical) in monolingual and multilingual systems. Students will learn how to use a particular lexical knowledge representation language (DATR - see http://www.cogs.susx.ac.uk/lab/nlp/datr/datr.html) and it is hoped that students will design, develop and debug their own lexical fragments using an implementation of this language.

Leistungsnachweis: nach Absprache


Akquisition von bilingualen Lexika (Heid)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Mi 9:45-11:15 (12.21)                 

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst., Dipl.-Inf.: Nebenfach

Das Seminar gibt zunächst einen Überblick über Verfahren zur Extraktion von lexikalischer Information aus Textcorpora, im Hinblick auf die Erstellung monolingualer Wörterbuecher. Sodann werden Verfahren zum Alignment von parallelen |Übersetzungstexten diskutiert; anhand neuester Literatur werden Möglichkeiten und Grenzen von Alignment-basierten Verfahren aufgezeigt. Die Extraktion von Äquivalentkandidaten wird anhand von Anwendungen der Verfahren auf gemeinsprachliche und fachsprachliche Texte diskutiert. Am Ende des Seminars sollen Überlegungen dazu angestellt werden, wie die Extraktion von Äquivalentkandidaten dadurch verbessert werden kann, dass linguistisch reichhaltiger annotierte Paralleltexte benutzt werden. Das langfristige Ziel hierbei ist die Erlernung von Einträgen eines Übersetzungslexikons aus Paralleltext.

Literatur: wird im Seminar ausgegeben


Sprachdatenbanken (Rapp)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Block-Seminar (Phonetiklabor)
             Zeit: siehe Aushang
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst.

Texte und Sprachaufnahmen sind heute in einem Umfang verfügbar wie noch nie zuvor. Das Seminar "Sprachdatenbanken" soll vermitteln, wie man Unix-Tools einsetzt, um aus den Datenmengen Antworten zu phonetisch oder linguistisch interessanten Fragestellungen zu finden. Neben den Unix-Tools werden einige am IMS entwickelte Tools vorgestellt und an konkreten Fragestellungen oder Aufgaben deren Einsatz demonstriert. Die Veranstaltung findet als Kompaktseminar im Anschlus an die Vorlesungszeit des WS statt und wird Gelegenheit geben, das Gelernte gleich praktisch umzusetzen.


Kompendium der DRT (Reyle)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Blockseminar in der
             letzten Februarwoche
Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst.

Anhand des ersten Bandes von 'From Discourse to Logic' wird zunächst eine knappe Einführung in die Diskursrepräsentationstheorie gegeben (Kap. 1 und 2) und darauf aufbauend die DR-theoretische Behandlung von Plural und Tempus vorgestellt (Kap. 4 und 5). Dann werden einige weiterführende Themenbereiche besprochen: Lexikalische Semantik, Präsuppositionen, Propositionale Einstellungen, Unterspezifikation.

Voraussetzung: Anmeldung bis Ende Januar! Semantik I, Prädikatenlogik
Leistungsnachweis: nach Absprache
Literatur:

Kamp, H., Reyle, U. (1993): From Discourse to Logic, Vol I, Kluwer, Dordrecht 

Maschinelle Übersetzung II (Rohrer/Heid)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Do 9:45 - 11:15 (12.21)                 

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst., Dipl.-Inf.: Nebenfach

Der Kurs setzt auf den Inhalten des Kurses MÜ-I auf. Nach einer kurzen Wiederholung der Verfahren zur Übersetzung auf der Grundlage von f-Strukturen von LFG werden einzelne Beispiele aus der Übersetzung technischer Fachtexte detailliert durchgegangen. Ausserdem werden die mittlerweile im Verbmobil-Projekt benutzten Transferverfahren dargestellt, diskutiert und anhand einiger Beispielsätze aus den technischen Texten mit dem LFG-basierten Verfahren verglichen. Die beiden Verfahren und die Beispieldiskussion werden in den allgemeinen Kontext laufender Forschungen zur maschinellen Übersetzung einbezogen (z.B. ambiguitätserhaltende Übersetzung, Auswahl aus Übersetzungsalternativen usw.).

Literatur: wird im Seminar ausgegeben


Signalverarbeitung (Wokurek)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Do 14:00-15:30 (Phonetiklabor)                 

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst.

Diese Vorlesung vermittelt die signal- und systemtheoretischen Grundlagen der Analyse und Verarbeitung von Sprachsignalen für Linguisten und Computerlinguisten. Die Signal- und Systemtheorie wird anschaulich dargestellt und durch Computerexperimente und Hörproben ergänzt. Zur Signalanalyse werden Verfahren im Zeitbereich, im Frequenzbereich und im kombinierten Zeit-Frequenzbereich vorgestellt.

Themen: Signale, Abtastwerte, Modelle (deterministisch, stochastisch) Filter (lineare, zeitinvariante Systeme), Spektralanalyse (Fouriertransformation), Quelle-Filter Modell für Sprache, lineare Prädiktion (LPC), Spektrogramm (Sonagramm), Wignerverteilung, Wavelets

Leistungsnachweis: nach Absprache
Literatur:

Reiner Standke. "Methoden der digitalen Sprachverarbeitung in der vokalen Kommunikationsforschung". Peter Lang Verlag, 
Frankfurt am Main, 1992.
Alan V. Oppenheim, Ronald W. Schafer. Digital Signal Processing. Prentice-Hall, Englewood Cliffs, 1975.
Athanasios Papoulis. Signal Processing. McGraw-Hill 1984.
Athanasios Papoulis. Probability, random variables and stochastic processes. McGraw-Hill, 1984. 

Logik II (Zimmermann)

Seminarstufe: HS 4
Uhrzeit: Mo 14:00-15:30
             Mi 14:00-15:30

Zielgruppe: Dipl.-Ling., Dipl.-Inf., Dipl.Math., Philosophie Kommentar: siehe Aushang


Syntax III (Fortmann)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Do 14:00-15:30                 

Zielgruppe: Dipl.-Ling., Dipl.-Inf., Linguisten

In dem Seminar sollen das Medium und verwandte Konstruktionen behandelt werden. Medialkonstruktionen wie "das Buch liest sich schwer", "bureaucrates bribe easily" kommen in germanischen und romanischen Sprachen vor, weisen aber charakterischte Unterschiede auf, die zu unterschiedlichen Analysevorschlägen geführt haben. In dem Seminar werden neuere Untersuchungen zu diesem Thema dargestellt und diskutiert werden.

Voraussetzung: Syntax I und II
Leistungsnachweis: Referat
Literatur: Eine Literaturliste gibt es zu Beginn des Seminars.


Logik III (Kamp)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Mo 11:30-13:00 (Raum 2.14)                 

Zielgruppe: Dipl.-Ling., Dipl.-Inf., Dipl.Math., Philosophie

Thema des Seminars sind die Logiken, die man gewinnt, indem man dem Aussagenkalkül oder dem Prädikatenkalkül Modaloperatoren (z.B. "es ist notwendig, daß p") oder Zeitoperatoren (z.B. "es wird der Fall sein, daß p, bis es der Fall sein wird, daß q") hinzufügt. Auf der Basis der Standard-Semantik für solche Systeme, die die Formeln des Kalküls als "wahr in einer möglichen Welt w", bzw. "wahr zu einem Zeitpunkt t" interpretiert, werden die bekannten metamathematischen Probleme - deduktive und funktionale Vollständigkeit, Entscheidbarkeit, das sogenannte "Korrespondenzproblem" - und ihre Lösungen präsentiert.

Im zweiten Teil des Seminars sollen, abhängig vom Interesse der Teilnehmer, Themen diskutiert werden, die innerhalb der theoretischen Imformatik relevant sind (wie. z.B. Anwendungen der Zeitlogik im Bereich der Programmverifizierung oder die Beziehung der klassischen Modallogik zur Dynamischen Logik von Pratt oder den Prozesslogiken von Millner und anderen) und/oder neuere Themen aus der philsophischen Logik und K.I., wie z. B. die Beziehung der Modallogik zu den terminologischen Logiken und den Merkmalslogiken, die "Arrow Logik" von Van Benthem, Nemety u.a. oder das Verhältnis zwischen Modallogik und Dynamischer Semantik.

Voraussetzung: Prädikatenlogik
Leistungsnachweis: nach Absprache
Literatur:

Chellas, B.F., Modal Logic. An Introduction.
Gabbay, D., F. Guenthner (eds.) Handbook of Philosophical Logic, II.
Goldblatt, R. Logics of Time and Computation.
Hughes, G.E., M.J. Cresswell. Introduction to Modal Logic.
Marks. M., L.Polos, M.Masuch (eds.) Arrow Logic and Multi-Modal Logic
Pnuelli, A. The temporal Semantics of Concurrent Programs, Theoretical Computer Science 13.
Pratt, V. R., Semantic Considerations on Floyd-Hoare Logic, Proceedings of the 17-th IEEE Symposium on 
Foundations of Computer Science.
Van Benthem, J. Exploring Logical Dynamics.

Spracherkennung III (Regel-Brietzmann)

Seminarstufe: HS 2
Uhrzeit: Block-Seminar (Phonetiklabor)
             Zeit: siehe Aushang

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: Hauptst.

Das Seminar teilt sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil am Rechner. Der theoretische Teil enthält die Grundlagen der automatischen Spracherkennung. Den Schwerpunkt bilden die Hidden-Markov-Modelle. Außerdem sind Spezialthemen, die im praktischen Teil umgesetzt werden, Inhalt des Seminars. Der praktische Teil enthält eine Übung am Rechner, die den Umgang mit dem Hidden-Markov-Toolkit (HTK) und das Erarbeiten spezieller Probleme der Spracherkennung zum Ziel hat (z.B. optimale Wortuntereinheiten, Aussprachevarianten, Sprechererkennung).

Voraussetzung: Grundlagen der Phonetik und Signalverarbeitung sind nützlich
Leistungsnachweis: nach Absprache