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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis WS 1998/99

Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung

(zum Inhaltsverzeichnis)


1) PS2: Einführung in die Linguistik für Computerlinguisten

Bäuerle / Mo 11:30-13:00, 12.21

Die Veranstaltung bietet einen Überblick über die Hauptgebiete der Sprachwissenschaft (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik) und erste Einblicke in Anwendungsbereiche (z.B. Computerlinguistik) und Hilfswissenschaften (Phonetik, Logik).
Leistungsnachweis durch Klausur.

Literatur:

Grewendorf/Hamm/Sternefeld: Sprachliches Wissen
S.Pinker: Der Sprachinstinkt
Skripten und Handouts werden whrend des Kurses ausgegeben.

2) HS4: Formale Grundlagen der CL I

Kamp / Di 15:45-17:15, 12.21; Di 11:30-13:00, 12.21


3) PS4: Software-Labor I

Wokurek/Dorna / Mi 14:00-15:30, 12.21; Mi 15:45-17:15, 12.21 (Gruppe I) Mo 14:00-15:30, 12.21; Mo 15:45-17:15, Phonetiklabor (Gruppe II)

Diese Lehrveranstaltung besteht aus Laborübungen in denen der praktische Umgang mit dem Computer vermittelt wird.
Jedes Thema wird in Kleingruppen (3-4 Personen) an einem Nachmittag (4Std) bearbeitet. Darüber wird während der Übung ein Labor-Protokoll verfasst.

Danach folgt die Einführung in die Programmiersprache "Prolog". Dieser Kurs vermittelt theoretischen Grundlagen der
Logikprogrammierung und praktische Erfahrung mit der Programmiersprache "Prolog". Nach einer kurzen Einführung liegt der Schwerpunkt in der selbstständigen Durchführung kleinerer Programmierprojekte.

Teil 1: Übungen: Unix 1, Unix 2, Sprachaufnahme & Sprachwiedergabe
Teil 2: Prolog - Kurs

Voraussetzung: keine

Leistungsnachweis: Übungsprotokolle, Programmieraufgaben

Literatur:

Skripten

4) PS4: Formale Sprachen

Riezler / Mo 14:00-15:30, Phonetiklabor; Fr 9:45-11:15, 12.21

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3.Sem.

Programm:

  • Reguläre Ausdrücke und endliche Automaten
  • Kontextfreie Grammatiken und Kellerautomaten
  • Typ-0-Grammatiken, Turing-Maschinen und Unentscheidbarkeit
  • Chomsky-Hierarchie

Voraussetzung: Einführung in die Informatik

Leistungsnachweis: Klausur

Literatur:

Lewis, Harry R.; Christos H. Papadimitriou:  Elements of the Theory of Computation; Prentice-Hall, 
Englewood Cliffs, 1981; ISBN 0-13-273426-5
auch: 
Hopcroft, John E.; Ullman, Jeffrey D.: Introduction to Automata Theory, Languages, and Computation; 
Addison-Wesley, Reading (Mass.), 1979; ISBN 0-201-02988-X
oder:
Hopcroft, John E; Ullman, Jeffrey D.: Einführung in die Automatentheorie, Formale Sprachen und 
Komplexitätstheorie; Aus d. Engl.; Addison-Wesley Bonn /VVA, 3. Aufl. 1994; ISBN 3-89319-744-3

5) PS4: Semantik I

Bäuerle / Di 11:30-13:00, 12.21; Do 14:00-15:30, 12.21

Der Kurs setzt Kenntnisse der Semantik der Prädikatenlogik (und damit den Kurs "Logik und formale Grundlagen") voraus und führt von da aus in Probleme der Quantifikation und der Intensionalität und in die Techniken der direkten und der indirekten Deutung ein.

Leistungsnachweis über Klausur.

Literatur:

Horst Lohnstein: Formale Semantik und natürliche Sprache

6) PS2: Einführung in die Phonologie

Luschützky / Mi 14:00-15:30, M11.82 (KI)

Zielgruppe: GermanistikstudentInnen.

Es werden die wichtigsten Fakten zum Lautsystem des Deutschen vorgestellt und in die Grundzüge der phonologischen Analyse eingeführt. Behandelt werden unter anderem:

  • Phonetische Grundlagen,
  • Allophonie (z.B. R-Varianten),
  • Neutralisation (z.B. Auslautverhärtung),
  • Phonotaktik,
  • Silbenstruktur,
  • komplexe Segmente,
  • Wortakzent,
  • Fremdworteinfluß.

Voraussetzung: Keine formalen Voraussetzungen. Grundkenntnisse Linguistik sinnvoll.

Leistungsnachweis: Klausur oder Referat.

Literatur:

Duden. Das Aussprachewörterbuch. 3. Aufl. 1990.
Ramers 1998. Einführung in die Phonologie. UTB.

7) PS4: Einführung in die Phonetik und Phonologie

Dogil / Mo 9:45-11:15, Phonetiklabor; Fr 9:45-11:15, 12.21


8) PS2 : Syntax II

König-Baumer / Mo 11:30-13:00, 13.11; Fr 11:30-13:00, 13.11

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3. Sem, Dipl.-Inform.: Nebenfach

Im ersten Teil des Seminars wird eine Einführung in lexikon-basierte Grammatikformalismen gegeben (Head-Driven Phrase Structure Grammar/HPSG, Kategorialgrammatiken) und deren mögliche Realisierung in der unifikationsbasierten Sprache CUF dargestellt.

Im zweiten Teil werden exemplarisch verschiedene Phänomene der deutschen Syntax und deren Kodierung in den genannten Grammatikformalismen besprochen.

Voraussetzung: Syntax I, Einführung in die Computerlinguistik

Leistungsnachweis: Übungsaufgaben (u.a. Programmierung in CUF) und Abschlussklausur

Literatur:

T. Kiss: Merkmale und Repräsentationen. Eine Einführung in die deklarative Grammatikanalyse. 
Westdeutscher Verlag. 1995
E. König: LexGram - a practical categorial grammar formalism. Journal of Language and Computation, 
to appear (1998), Oxford University Press and FOLLI: http://theory.doc.ic.ac.uk/Journals/JLaC/
C. Pollard, I. Sag: Head-Driven Phrase Structure Grammar. University of Chicago Press. 1994
A. Wöllstein-Leisten, A. Heilmann, P. Stepan, S. Vikner: Deutsche Satzstruktur. Grundlagen der 
syntaktischen Analyse. Stauffenberg Verlag, Tübingen 1997.

9) HS4: Semantik II

Zimmermann / Mi 9:45-11:15, 13.11; Do 9:45-11:15, 13.11

Dies ist eine Fortsetzung meines Semantik I-Kurses im WS 1997/98; Interessenten, die an diesem Kurs nicht teilgenommen haben, sollten sich in einer der Feriensprechstunden bei mir melden.

Auf dem Programm stehen 3 Themen:

  1. generalisierte Quantoren: logisch-semantische Eigenschaften und Universalien von Determinatoren und quantifizierenden Nominalphrasen
  2. dynamische Semantik: Indefinita, Eselssätze, Diskursanaphorik
  3. Pluralsemantik: Kollektivität, Pluralanapher Distributivität und abhängige Plurale.

Literatur:

zu 1): J. van Benthem: Determiners and Logic. Linguistics and Philosophy 6 (1983), 447-478.
zu 2): Erstes. Kapitel von G. Chierchia: Dynamics of Meaning. Chicago 1995.
zu 3): Viertes Kapitel von H. Kamp, U. Reyle: From Discourse to Logic. Dordrecht 1993.

10) HS4 : Parsing I

Schmid / Mo 9:45-11:15, 13.11; Mi 14:00-15:30, 13.11

In diesem Kurs werden verschiedene Algorithmen für die automatische syntaktische Analyse natürlichsprachlicher Eingaben vorgestellt. Um ad-hoc-Lösungen zu vermeiden, wird in der Regel verlangt, daß der Analyse eine Grammatik mit deklarativer Semantik zugrundeliegt. Dies kann im einfachsten Fall eine kontextfreie Grammatik sein. Häufig kommen Grammatiken aus einem der zahlreichen unifikationsbasierten Formalismen (DCG, LFG, HPSG) zum Einsatz.

Der Kurs befaßt sich mit den folgenden Verfahren:

  • Parsing-Methoden für kontextfreie Grammatiken: Top-Down-, Bottom-Up-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus, LL(k)-, LR(k)-Verfahren
  • Parsing-Methoden für Unifikationsgrammatiken: Top-Down, Bottom-Up, Left-Corner-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus
  • Einschränkungen des Grammatikformalismus, die Entscheidbarkeit und effiziente Verarbeitung gewährleisten

Literatur:

Aho/Ullman: The Theory of Parsing, Translation, and Compiling. Band 1 (Parsing)
Alfred V. Aho, Ravi Sethi, and Jeffrey D. Ullman: Compilers. Principles, Techniques, and Tools
Alfred V. Aho, Ravi Sethi, and Jeffrey D. Ullman: Compilerbau (Teil 1)
Hopcroft/Ullman: Introduction to Automata Theory, Languages and Computation
Otto Meyer: Syntaxanalyse

11) HS4: Sprachsynthese I

Möhler/Möbius / Di 14:00-15:30, Phonetiklabor und Blockseminar am Ende des Semesters

Sprachsynthesesysteme stellen einen wesentlichen Baustein einer natürlicheren Mensch-Maschine-Schnittstelle dar. Sie werden aber auch in der Phonetik eingesetzt, um Erkenntnisse über den Sprachproduktionsprozeß oder über die akustischen Eigenschaften der Sprache zu erlangen.

Dieses Seminar bietet eine Einführung in Sprachsyntheseverfahren. Es werden verschiedene Syntheseverfahren ("Klattsynthetisator", Diphonsynthese, unit-selection) vorgestellt. Ein wesentlicher Bestandteil des Seminars sind praktische Übungen mit am Institut vorhandener Sprachsynthesesoftware.

Literatur:

Wolfgang J. Hess (1992): Speech synthesis - a solved problem? In: J.
Vandewalle et. al (Ed.), "Signal processing VI: Theories and
Applications", Elsevier, Amsterdam, pp. 37-46

12) HS4 : Algorithmische Syntax

Rohrer, Kuhn, Bräker / Fr 11:30-13:00, 12.21; Do 11:30-13:00, 12.21

Das Seminar soll Techniken vermitteln, wie Ergebnisse der theoretischen'Syntax in lauffähige Implementierungen umgesetzt werden können. Dazu werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Grammatikformalismen, wie Dependenzgrammatiken, HPSG, Kategorialgrammatiken und LFG, herausgearbeitet. Für die tatsächliche Grammatikkodierung wird Formalismus der Lexical-Functional Grammar verwendet. Anhand ausgewählter Fragestellungen der deutschen Syntax sollen Methoden des 'grammar engineering' illustriert werden: Organisation des Lexikons durch Templates, Modularisierung, verteilte Grammatikentwicklung, systematisches Testen und Debugging, Einbinden zusätzlicher Module wie Morphologie und Semantikkonstruktion. Dieses vierstündige Seminar umfast praktische Übungen am Rechner, die bei Interesse in ein größeres Projekt (Software-Praktikum, Studienarbeit etc.) einmünden können.

Literatur:

Götz, Thilo and Meurers, Detmar: The ConTroll System as Large Grammar Development Platform. Proceedings of 
the Workshop ``Computational Environments for Grammar Development and Linguistic Engineering (ENVGRAM)'', 
Madrid, 1997. http://www.sfs.nphil.uni-tuebingen.de/ dm/papers/envgram.html
Pollard, Carl and Sag, Ivan A.: Head Driven Phrase Structure Grammar, University of Chicago Press, 
Chicago, 1994.
Dalrymple, M. et.al. Formal Issues in Lexical-Functional Grammar. CSLI Lexture Notes 47, 1994.

13) HS4: Logik II

Reyle/Zimmermann / Mo 14:00-15:30, 13.11; Do 11:30-13:00, 13.11

Am Anfang des Kurses steht der Vollständigkeitssatz für die Prädikatenlogik 1. Stufe mitsamt seinen wichtigsten Korollaren (Kompaktheit, Löwenheim-Skolem). Danach werden wir durch die Untersuchung spezieller Beispiele Einblicke in die Ausdrucksstärke der Prädikatenlogik gewinnen. Den Abschluß bildet eine Einführung in die Mengenlehre als logische Theorie.


14) HS2: Logik III

Kamp / Di 9:45-11:15, 13.11  


15) HS4: Semantik III

Kamp/Reyle

Im Seminar werden folgende Themen besprochen. Voraussetzungen sind Grundkenntnisse der DRT (From Discourse to Logic, zumindest Kap. I+II).

  • Logical and Philosophical Issues
    • Propositions and Information States
    • Direct reference and anchored DRSs; different types of definite NPs and specific indefinites
    • Compositionality; alternative systems of Dynamic Semantics
    • Higher Order Logic and Higher Order DRT
  • Attitudes, Attitude Reports and Indirect Discourse
    • Introduction: attitudes and attitude reports; "classical" intensional analyses of attitudinal contexts (cf. Montague); the problem of intensions and logical omniscience.
    • The representation of attitudinal states
    • Common knowledge and shared reference
    • Attitude reports (and other forms of reference to propositional attitudes)
    • Indirect discourse
  • Presupposition
    • Introduction: The general problem of presupposition;  Overview of the central problems of presupposition theory: the Projection Problem, satisfaction, accommodation and justification of presupositions in context
    • The basic DRT treatment (vdSandt).  Presupposition and/as Anaphora.  Revised architecture of the DRS construction algorithm. Syntax and semantics of the extended representation language
    • Presuppositions of definite NPs
    • More examples of presupposition triggers:  again, aspectual verbs, manage, verbs of change and exchange, ...?.
    • Presupposition of focus.  Presuppositions of questions and answers
    • Accommodation strategies.
    • The projection problem within a representational setting (vdSandt, Beaver, Geurts)
    • Ellipsis
  • The Lexicon
    • Introduction:  The role of the lexicon in a theory of discourse semantics.  Lexically driven inferencing during and after DRS construction.  Some examples (informal)
    • Detailed examples of lexical entries and their use in DRS construction and inferencing from complete and incomplete DRSs.
    • The general form of the lexicon:
      • Forms of individual leixcal items.
      • Meaning postulates, Lexical Concept languages and Lexical Theory.
      • Lexically driven DRS-constructions: general algorithm
  • UDRT
  • Dialogue analysis

16) HS2: Dialogsemantik und Pragmatik

Kamp/Eberle


17) HS4: Dynamische Semantik

Muskens / Mo 9:45-11:15, 12.21; Di 14:00-15:30, 12.21


18) HS2: Lautwandel

Luschützky / Do 11:30-13:00, Phonetiklabor

Zielgruppe: Studierende sprachwissenschaftlicher und philologischer Fächer.

Geboten wird eine Einführung in die Theorie des Lautwandels und in die Methodik der Erschließung historischer Sprachzustände anhand von Materialien aus verschiedenen (auch nichtindogermanischen) Sprachfamilien. Erwartet wird die Bereitschaft, sich mit historischen Sprachdaten aktiv auseinanderzusetzen.

Voraussetzung für die Teilnahme sind sprachwissenschaftliche Grundkenntnisse, insbesondere Kenntnisse in Phonetik und Phonologie.

Leistungsnachweis: eine kleine schriftliche Arbeit.

Literatur:

Keller 1994 (2. Aufl.). Sprachwandel. UTB
Labov 1994. Principles of linguistic change, Vol. 1: Internal factors. Oxford: Blackwell.

19) HS2: Experimentalphonetische Werkzeuge mit PERL

Wokurek / Do 14:00-15:30, Phonetiklabor

Die Programmiersprache PERL eignet sich zur weitgehend Plattformunabhängigen (UNIX, Windows NT) Integration von vorhandenen Analyse- und Signalverarbeitungsprogrammen zu experimentalphonetischen Werkzeugen (Spektrogramme, Formantanalyse, Prosodische Parameter, statistische Auswertung). Nach einer Einführung in PERL werden diese Fertigkeiten durch die Implementierung von Anwendungen aus der Analyse und Verarbeitung von  Sprachsignalkorpora vertieft.

Voraussetzung: keine

Leistungsnachweis: Programmieraufgaben

Literatur:

Larry Wall, Programming PERL 5

20) HS2 : Spracherkennung III

Regel-Brietzmann / Block-Seminar, Phonetiklabor

Das Seminar teilt sich in einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil am Rechner. Der theoretische Teil enthält die Grundlagen der automatischen Spracherkennung. Den Schwerpunkt bilden die Hidden-Markov-Modelle. Außerdem sind Spezialthemen, die im praktischen Teil umgesetzt werden, Inhalt des Seminars. Der praktische Teil enthält eine Übung am Rechner, die den Umgang mit dem Hidden-Markov-Toolkit (HTK) und das Erarbeiten spezieller Probleme der
Spracherkennung zum Ziel hat (z.B. optimale Wortuntereinheiten, Aussprachevarianten, Sprechererkennung).

Voraussetzung: Grundlagen der Phonetik und Signalverarbeitung sind nützlich, aber nicht Voraussetzung.


21) HS2: Sprachdatenbanken

Rapp / Mo 11:30-13:00, Phonetiklabor

Texte und Sprachaufnahmen sind heute in einem Umfang verfügbar wie noch nie zuvor. Das Seminar "Sprachdatenbanken" soll vermitteln, wie man UNIX-Werkzeuge einsetzt, um aus den Datenmengen Antworten zu phonetisch oder linguistisch interessanten Fragestellungen zu finden. Neben den UNIX-Werkzeugen werden einige am IMS entwickelte Werkzeuge vorgestellt und an konkreten Fragestellungen oder Aufgaben deren Einsatz demonstriert. Der Schwerpunkt liegt auf der Verarbeitung gesprochener Sprache. Die Veranstaltung findet als Kompaktseminar in
der vorlesungsfreien Zeit statt und wird Gelegenheit geben, das Gelernte gleich praktisch umzusetzen.

Bitte melden Sie sich telefonisch oder per Email zum Seminar an.

Email: rapp@sony.de
Telefon bis 15.00: 0711/58 58 366
           ab  16.00: 0711/58 90 92


22) HS2, Studium Generale: Language beyond instinct

Dogil / Fr 14:00-15:30, 12.21

The idea that >universal grammar< [Noam Chomsky's notion of an innate competence for language] evolved by Darwinian processes has found its clearest exposition in Steven Pinker's book >>The Language Instinct<<.
>Instinct< is a behavioral predisposition that is ready to operate prior to any experience. Nest-building behaviour in birds and scratching behaviour in dogs are such >instincts< have been shaped by evolutionary processes. Many sensimotor abilities in humans [matrical skills in speech production, categorial speech perception] may be considered as adaptions for language that might be called an instinct. However, arguing that grammatical knowledge is a case of instinctive behaviours is much less plausible. In the seminar alternative explanations for language bias and grammatical predisposition will be discussed. Particularly recent considerations of neurobiology and functional brain mapping will be discussed in relation to the "innateness" and "language organ" hypothesis.

Literatur:

Pinker, S. 1994. The language Instinct: How the Mind Creates Language. New York:William Morrow. 
[Deutsch: Der Sprachinstinkt. Kindler: München. 1996]
Deacon, T. 1997. The Symbolic Species: The Co-evolution of Language and the Brain. New York: W.W. 
Norton.
Jörg Mayer, Sprache und Gehirn - Ein neurolinguistisches Tutorial. (www-Tutorial)

Homepage: Tutorial


23) HS2: Maschinelle Übersetzung II

Emele/Rohrer/Heid / Do 9:45-11:15, 12.21

Das Seminar setzt auf den Inhalten des Kurses "Maschinelle Übersetzung I" auf. Anhand von Beispielen aus technischen Texten (DE->EN) wird gezeigt, wie kontrastive Beschreibungen aus dem LFG-Transferansatz in einem System genutzt werden können, das die Zusammenhänge zwischen äquivalenten mit relationalen Beschreibungen kodiert. Ein solches System wird am IMS entwickelt und in den Projekten Verbmobil und Pargram eingesetzt. Im Seminar soll das mit diesem System übersetzbare Fragment gemeinsam erweitert werden.

Daneben werden folgende Überblicksthemen diskutiert, die über den Rahmen von Transfer in LFG und in Verbmobil hinaus Forschung und Entwicklung von MÜ-Systemen betreffen:

  • Typologien kontrastiver Probleme und ihre Nutzung in MÜ
  • Ansätze zur maschinellen Übersetzung (transfer-basiert, wissensbasiert, ...)
  • MÜ-Systeme in der Forschung und auf dem Markt
  • Evaluation von MÜ-Systemen: Probleme und Aufgaben

Literatur: wird angegeben bzw. in den Sitzungen ausgeteilt.


24) HS2: Syntaktisch-semantische Kontraste Japanisch-Deutsch

Nanz / Mo 9:45-11:15, Keplerstr. 17

In diesem Seminar wollen wir unter dem Aspekt der maschinellen Übersetzung bestimmte syntaktische Strukturen der deutschen Sprache den Strukturen der entsprechenden japanischen Uebersetzungen (und umgekehrt) gegenueberstellen. Diskutiert werden sollen dabei semantisch, stilistisch bzw. pragmatisch motivierte Entsprechungsvarianten.

Betrachtet werden unter anderem deutsche Relativsätze, Infinitivkonstruktionen mit "zu", deutsche Modalverben, Artikel
und Präpositionen im Hinblick auf ihre japanischen Entsprechungen. Bezüglich ihrer deutschen Entsprechung werden wir im Japanischen die Partikel "wa", Honorativformen und Satzschlusspartikeln  betrachten.

Japanischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Literatur: Literaturhinweise in der ersten Sitzung.


25) HS2: Corpuserschließung und Wörterbuchaufbau

Heid / Mi 9:45-11:15, 12.21

Das Seminar führt zunächst in die gängigen Verfahren der linguistischen Verarbeitung von Textcorpora (Tokenisierung,
Wortklassen-Tagging und Lemmatisierung) und der Extraktion von Information mit regulären Ausdrücken ein. Ausserdem werden die wichtigsten Ansätze zum Alignment von Paralleltext diskutiert.

Im zweiten Teil des Seminars werden Anwendungen der Corpuserschließung für den Aufbau von elektronischen Wörterbüchern anhand der hierzu am IMS laufenden Arbeiten besprochen. Dabei werden die Verfahren in Übungen zur Extraktion von Belegmaterial für bestimmte linguistische Phänomene im Detail diskutiert und bewertet.

Literatur: wird zu Semesterbeginn ausgegeben.


26) HS2: Generierung

Wedekind

Nach einem Überblick über die verschiedenen Architekturen von Generierungssystemen liegt der Schwerpunkt des Seminars auf der Generierung mit reversiblen (Unifikations-) Grammatiken (PATR, LFG, HPSG), die sowohl für das Parsing als auch fr die Generierung benutzt werden k"onnen. Behandelt werden Ansätze und Probleme der Generierung aus Merkmalsstrukturen, semantischen Repräsentationen und `sogenannten' unterspezifizierten Repräsentationen, die, z.B. im Rahmen ambiguitätserhaltender Übersetzungssysteme, die gezielte Erzeugung ambiger Ausgaben ermöglichen.

Literatur: wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben


27) HS2: Semantik-Konstruktion

Muskens / Di 15:45-17:15, 13.11


28) KQ2: Institutskolloquium

Rohrer/Kamp / Mo 15:45-17:15, 12.21


29) KQ2: Logisch-semantisches Kolloquium

Bäuerle / Mi 14:00-15:30, Phonetiklabor

Diskussion von Problemen und Ergebnissen aktueller Forschung im Bereich der Logik und Semantik.


30) KQ2: Kolloquium für Examenskandidaten

Dogil / Fr 11:30-13:00, Phonetiklabor