Institut

Studium

Forschung


 

Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis WS 99/00

Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung

(zum Inhaltsverzeichnis)


1) PS2: Einführung in die Linguistik für Computerlinguisten

Bäuerle / Mo 11:30-13:00, 12.21

 

Die Veranstaltung bietet einen Überblick über die Hauptgebiete der Sprachwissenschaft (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik) und erste Einblicke in Anwendungsbereiche (z.B. Computerlinguistik) und Hilfswissenschaften (Phonetik, Logik).

Leistungsnachweis durch Klausur.

Literatur:

Grewendorf/Hamm/Sternefeld: Sprachliches Wissen
S.Pinker: Der Sprachinstinkt
Skripten und Handouts werden während des Kurses ausgegeben.

2) HS4: Logik und Formale Grundlagen

Reyle / Di 14:00-15:30, 12.21; Do 14:00-15:30, 13.11

 

Der Kurs legt die Grundlagen in folgenden Bereichen: Aussagenkalkül, Prädikatenkalkül, modelltheoretische Semantik, Syllogismen; Konzepthierarchien; Mengenlehre; Relationen, Funktionen, Ordnungen; Theorien; Graphen, Bäume, Verbände, Algebren.

Literatur: Manuskript


3) PS4: Softwarelabor I

Wokurek, König-Baumer / Mo, Do, 14:00-17:15 Gruppeneinteilung & Terminplan, Next, Akustiklabor, 12.21

Diese Lehrveranstaltung besteht aus Laborübungen in denen der praktische Umgang mit dem Computer vermittelt wird. Jedes Thema wird in Kleingruppen (3-4 Personen) an einem Nachmittag (4Std) bearbeitet. Darüber wird während der Übung ein Labor-Protokoll verfaßt. Danach folgt die Einführung in die Programmiersprache ``Prolog''.

Dieser Kurs vermittelt theoretische Grundlagen der Logikprogrammierung und praktische Erfahrung mit der Programmiersprache ``Prolog''. Nach einer kurzen Einführung liegt der Schwerpunkt in der selbstständigen Durchführung kleinerer Programmierprojekte.

Teil 1: Übungen: Unix 1, Unix 2,Sprachaufnahme & Sprachwiedergabe
Teil 2: Prolog - Kurs


4) PS4: Einführung in die Phonetik und Phonologie

Michael Jessen, Bernd Möbius / Di 11:30-13:00, 13.11; Do 9:45-11:15, 13.11

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach, MA Linguistik, Anglistische Linguistik

Im Bereich der Phonetik wird in die Grundlagen der Artikulation und Akustik der Sprachproduktion sowie die menschliche Sprachwahrnehmung eingeführt. Die Teilnehmer erhalten auch einen Einblick in verschiedene Laute und Lautsysteme in den Sprachen der Welt. Im Hinblick auf die Phonologie wird ein Überblick über verschiedene linguistische Theorien der kognitiven Repräsentation von Lautstrukturen einschließlich der modernen nichtlinearen Phonologie angeboten. Im Verlaufe des Seminars werden Implikationen für die Sprachsynthese und maschinelle Spracherkennung verdeutlicht. Für Studenten der Anglistik wird sich ein Tutorium spezifisch mit Problemen der englischen Phonologie und Phonetik (mit Aussprache-Übungen) befassen.

Literatur:

Clark J., Yallop C. (1995): An introduction to phonetics and phonology (Blackwell, Oxford).
Petursson M., Neppert J. (1996): Elementarbuch der Phonetik (Buske, Hamburg)

5) PS4: Semantik I

Schiehlen / Di 9:45-11:15, 12.21; Do 14:00-15:30, 12.21

Der Kurs setzt Kenntnisse der Semantik der Prädikatenlogik (und damit den Kurs "Logik und formale Grundlagen") voraus und führt von da aus in Probleme der Quantifikation und der Intensionalität und in die Techniken der direkten und der indirekten Deutung ein.

Leistungsnachweis über Klausur.

Literatur:

Horst Lohnstein: Formale Semantik und natürliche Sprache

6) PS4 : Syntax II

Fortmann / Mo 11:30-13:00, 13.11; Do 11:30-13:00, 13.11

Voraussetzung: Syntax I, Einführung in die Computerlinguistik

Das Seminar baut auf dem Proseminar Syntax I (Einführung in die LFG) auf. Ziel ist die Vertiefung der Kenntnisse in der Lexikalisch Funktionalen Grammaik. Es sollen zentrale Phänomene, insbesondere der Syntax des Deutschen, behandelt werden (u.a. Satzstruktur, Kodierung der Grammatischen Funktionen, Lange Abhängigkeiten). Daneben sollen wichtige neuere Arbeiten vorgestellt werden. Eine Literaturliste wird zu Seminarbeginn vorgelegt.


7) PS4: Formale Sprachen

Riezler, Schulte im Walde / Mo 14:00-15:30, Phonetiklabor; Fr 9:45-11:15, 12.21

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 3.Sem.

Programm:

  • Reguläre Ausdrücke und endliche Automaten
  • Kontextfreie Grammatiken und Kellerautomaten
  • Typ-0-Grammatiken, Turing-Maschinen und Unentscheidbarkeit
  • Chomsky-Hierarchie

Voraussetzung: Einführung in die Informatik
Leistungsnachweis: Klausur

Literatur:

Lewis, Harry R.; Christos H. Papadimitriou: Elements of the Theory of Computation; Prentice-Hall, Englewood Cliffs, 
1981; ISBN 0-13-273426-5
auch: Hopcroft, John E.; Ullman, Jeffrey D.: Introduction to Automata Theory, Languages, and Computation; 
Addison-Wesley, Reading (Mass.),1979; ISBN 0-201-02988-X
oder: Hopcroft, John E; Ullman, Jeffrey D.: Einführung in die Automatentheorie, Formale Sprachen und
Komplexitätstheorie; Aus d. Engl.; Addison-Wesley Bonn /VVA, 3. Aufl.1994; ISBN 3-89319-744-3

8) HS4: Semantik II

Bäuerle / Mi 9:45-11:15, 13.11; Do 14:00-15:45, 12.21

Dies ist eine Fortsetzung meines Semantik I-Kurses im WS 1997/98; Interessenten, die an diesem Kurs nicht teilgenommen haben, sollten sich in einer der Feriensprechstunden bei mir melden.

Auf dem Programm stehen 3 Themen:

  1. generalisierte Quantoren: logisch-semantische Eigenschaften und Universalien von Determinatoren und quantifizierenden Nominalphrasen
  2. dynamische Semantik: Indefinita, Eselssätze, Diskursanaphorik
  3. Pluralsemantik: Kollektivität, Pluralanapher Distributivität, abhängige Plurale.

Literatur:

zu 1): J. van Benthem: Determiners and Logic. Linguistics and Philosophy 6 (1983), 447-478.
zu 2): Erstes. Kapitel von G. Chierchia: Dynamics of Meaning. Chicago 1995.
zu 3): Viertes Kapitel von H. Kamp, U. Reyle: From Discourse to Logic. Dordrecht 1993.

9) HS2: Semantik III

Kamp, Reyle / Mi 9:45-11:15, 2.14

Im Seminar werden folgende Themen besprochen: Propositionen, Informationszustände; Glaubenseinstellungen, Glaubensberichte und deren Repräsentationen; Präsuppositionen; Lexikon.

Voraussetzungen sind Grundkenntnisse der DRT (From Discourse to Logic, zumindest Kap. I+II).

Literatur: Wird bekannt gegeben.


10) HS4 : Parsing I

Schmid / Mo 9:45-11:15, 13.11; Mi 14:00-15:30, 13.11

In diesem Kurs werden verschiedene Algorithmen für die automatische syntaktische Analyse natürlichsprachlicher Eingaben vorgestellt. Um ad-hoc-Lösungen zu vermeiden, wird in der Regel verlangt, daß der Analyse eine Grammatik mit deklarativer Semantik zugrundeliegt. Dies kann im einfachsten Fall eine kontextfreie Grammatik sein. Häufig kommen Grammatiken aus einem der zahlreichen unifikationsbasierten Formalismen (DCG, LFG, HPSG) zum Einsatz.

Der Kurs befaßt sich mit den folgenden Verfahren:

  • Parsing-Methoden für kontextfreie Grammatiken: Top-Down-, Bottom-Up-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus, LL(k)-, LR(k)-Verfahren
  • Parsing-Methoden für Unifikationsgrammatiken: Top-Down, Bottom-Up, Left-Corner-Verfahren mit Backtracking, Chart-Parsing, Tomita-Algorithmus
  • Einschränkungen des Grammatikformalismus, die Entscheidbarkeit und effiziente Verarbeitung gewährleisten

Literatur:

Aho/Ullman: The Theory of Parsing, Translation, and Compiling. Band 1 (Parsing)
Alfred V. Aho, Ravi Sethi, and Jeffrey D. Ullman: Compilers. Principles, Techniques, and Tools
Alfred V. Aho, Ravi Sethi, and Jeffrey D. Ullman: Compilerbau (Teil 1)
Hopcroft/Ullman: Introduction to Automata Theory, Languages and Computation
Otto Meyer: Syntaxanalyse

11) HS2: Maschinelle Lexikologie und Lexikographie: Deutsche Wortbildung

Anke Lüdeling, Ulrich Heid, Bernd Möbius / Mi 9:45-11:15, 12.21

Wortbildung im Deutschen ist aus theoretischer und auch aus computermorphologischer Sicht interessant, da es einerseits viele sehr produktive Muster gibt, die man gerne (in computermorphologischen Systemen wie in der Theorie) systematisch behandeln möchte, andererseits die einzelnen Muster doch recht schwer zu beschreiben
sind.

Das Seminar ist in drei Hauptthemengebiete aufgeteilt. Zunächst wird es eine theoretische Einführung geben, in der wir nicht nur die verschiedenen Wortbildungstypen (Komposition, Derivation, Konversion, Rückbildung und Zusammenbildung) besprechen, sondern auch die Einbettung von Wortbildung in einen theoretischen Rahmen diskutieren werden.Im zweiten Block werden wir einzelne Wortbildungsmuster (Verbpräfigierung, verschiedene Derivationsmuster etc.) im Detail besprechen; einerseits, um die jeweiligen Restriktionen kennenzulernen und andereseits, um die theoretischen Annahmen zur Wortbildung aus dem ersten Block zu überprüfen. Im dritten Block werden wir dann verschiedene computermorphologische Algorithmen und Implementierungen vorstellen. Am Anfang des Semesters wird es eine kurze Einführung in das Korpustool xkwic geben.

Literatur: kommt noch

Homepage des Kurses


12) HS4: Algorithmische Syntax

Rohrer, Kuhn, Bräker / Do 11:30-13:00, 12.21; Fr 11:30-13:00, 12.21

Das Seminar soll Techniken vermitteln, wie Ergebnisse der theoretischen Syntax in lauffähige Implementierungen umgesetzt werden können. Dazu werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede von verschiedenen Grammatikformalismen, wie Dependenzgrammatiken, HPSG, Kategorialgrammatiken und LFG, herausgearbeitet. Für die tatsächliche Grammatikkodierung wird Formalismus der Lexical-Functional Grammar verwendet. Anhand ausgewählter Fragestellungen der deutschen Syntax sollen Methoden des 'grammar engineering' illustriert werden: Organisation des Lexikons durch Templates, Modularisierung, verteilte Grammatikentwicklung, systematisches Testen und Debugging, Einbinden zusätzlicher Module wie Morphologie und Semantikkonstruktion.

Dieses vierstündige Seminar umfast praktische Übungen am Rechner, die bei Interesse in ein größeres Projekt (Software-Praktikum, Studienarbeit etc.) einmünden können.

Literatur:

Götz, Thilo and Meurers, Detmar: The ConTroll System as Large Grammar Development Platform. Proceedings of the 
Workshop ``Computational Environments for Grammar Development and Linguistic Engineering (ENVGRAM)'', Madrid, 1997.
http://www.sfs.nphil.uni-tuebingen.de/ dm/papers/envgram.html
Pollard, Carl and Sag, Ivan A.: Head Driven Phrase Structure Grammar, University of Chicago Press, Chicago, 1994.
Dalrymple, M. et.al. Formal Issues in Lexical-Functional Grammar. CSLI Lexture Notes 47, 1994

13) HS4: Sprachsynthese I

Bernd Möbius, Gregor Möhler / Di 14:00-15:30, Phonetiklabor; Ergänzung durch 4-tägiges Blockseminar Semesterende

Zielgruppe: Dipl.-Ling.: 5. Sem, Dipl.-Inf.: Nebenfach, MA Linguistik

Sprachsynthesesysteme stellen einen wesentlichen Baustein einer natürlicheren Mensch-Maschine-Schnittstelle dar. Sie werden aber auch in der phonetischen Forschung eingesetzt, um Erkenntnisse über den Sprachproduktionsprozeß oder über die akustischen Eigenschaften der Sprache zu erlangen. Dieses Seminar bietet eine Einführung in Sprachsyntheseverfahren. Es werden verschiedene Syntheseverfahren (Formantsynthese, Bausteinsynthese, Unit Selection) vorgestellt. Ein wesentlicher Bestandteil des Seminars sind praktische Übungen mit am Institut vorhandener Sprachsynthesesoftware.

Literatur:

1) Hess W. (1992): "Speech synthesis - a solved problem?" In: J. Vandewalle et. al (Hg.), Signal processing VI:   Theories and Applications (Elsevier, Amsterdam), pp. 37-46.
2) Sproat R. (Hg.) (1998): Multilingual Text-to-Speech Synthesis, Kap. 7. (Kluwer, Dordrecht).
3) Dutoit T. (1997): An Introduction to Text-to-Speech Synthesis, Kap. 7. (Kluwer, Dordrecht).

Homepage des Kurses


14) HS2: Experimentelle Phonetik

Jessen / Di 15:45-17:15, Phonetiklabor

Eine experimentelle Herangehensweise in der Phonetik bedeutet, daß ein Thema systematisch untersucht und das im Vordergrund stehende Problem eingekreist wird, indem Faktoren, die für den Zweck der Untersuchung nicht relevant sind möglichst geschickt ausbalanciert oder unterdrückt werden. Dem berechtigten Vorwurf der Künstlichkeit eines experimentellen Ansatzes muß entgegengehalten werden, daß das Experiment eine Art methodisches Mikroskop darstellt, welches Zusammehänge sichtbar machen kann, die bei einer rein beobachtenden Herangehensweise vielleicht nicht auffallen würden. Im Seminar wird an repräsentativen Beispielen aufgezeigt wie ein phonetisches Experiment in allen seinen notwendigen Schritten aussehen kann. Die Teilnehmer lernen ein phonetisches Problem zu formulieren, geeignete Sprachbeispiele zu ermitteln, akustische Messungen vorzunehmen, die Ergebnisse statistisch auszuwerten und die Ergebnisse in Form eines den Standards entsprechenden Reports zu formulieren. Einerseits werden gemeinsam oder in individuellen Projekten neue Experimente durchgefürt, andererseits werden Fragmente bereits durchgeführter Experimente zu Illustrationszwecken bereitgestellt. Eine sinnvolle Voraussetzung zu diesem Seminar, wenn auch keine strikte Teilnahmebedingung, stellen Spracherkennung I und Statistik I dar.

Literatur:

Literaturvorschläge werden im Verlaufe des Seminars gemacht. Eine sinnvolle Vorbereitung stellt die Beschäftigung mit/Wiederholung von statistischer Analyse und akustischer Phonetik dar, letzteres z.B. durch

J. Neppert & M. Petursson "Elemente einer akustische Phonetik", Hamburg: Buske.

15) HS4: Logik II

Kamp / Mo 14:00-15:30, 13.11; Do 11:30-13:00, Phonetiklabor

Am Anfang des Kurses steht der Vollständigkeitssatz für die Prädikatenlogik 1. Stufe mitsamt seinen wichtigsten Korollaren (Kompaktheit, Löwenheim-Skolem). Danach werden wir durch die Untersuchung spezieller Beispiele Einblicke in die Ausdrucksstärke der Prädikatenlogik gewinnen. Den Abschluß bildet eine Einführung in die Mengenlehre als logische Theorie.


16) HS 2: Logisch-semantisches Kolloquium

Kamp / Di 15.45-17.15, 2.14

Darstellung von Arbeiten der Seminarteilnehmer bzw. Diskussion über neuere  Ergebnisse in der Semantik Pragmatik und Logik.


17) PS2: Syntax des Japanischen

Christine Nanz / Mo 9:45-11:15, 17.54

In diesem Seminar soll die japanische Syntax vorgestellt und analytisch betrachtet werden.Schwerpunkte werden dabei sein: Honorativa im Japanischen, Topikalisierung, Relativsaetze (inkl. Relativsatzgefuegen) und Nullanaphern.
Japanischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Scheinerwerb:Klausur

Literatur: Literaturhinweise in der 1.Sitzung.


18) HS2: Fragestellungen des Aufbaus und Retrievals bei Baumbanken

König-Baumer / Rohrer / Mi 9:45-11:15, Büro Rohrer

Das Seminar hat drei Schwerpunkte:

  • ausgewählte syntaktische Fragestellungen, wie sie bei der syntaktischen Annotation von Textkorpora auftreten
  • Design der Anfragesprache, Datenstrukturen und Algorithmen für die Verarbeitung baumannotierter Korpora, Effizienz versus Mächtigkeit der Anfragesprache
  • Sammlung typischer Anfragen: Welche Arten von Information möchte eine SprachwissenschaftlerIn, eine LexikographIn aus einem syntaktisch annotierten Korpus extrahieren?

Voraussetzung für Schein: Referat mit Folien/Handout


19) KQ2: Institutskolloquium

Rohrer, Kamp / Mo 15:45-17:15, 12.21  


20) HS2: Maschinelle Übersetzung II

Heid / Do 9:45-11:15, 12.21

Der Kurs baut auf MÜ-I auf, soll aber verschiedene Ansaetze und Verfahren der Maschinellen Uebersetzung breiter darstellen und diskutieren. Den Ausgangspunkt stellt LFG-basierte Uebersetzung nach dem Transfer-Ansatz (Projektionen auf F-Strukturen) dar. Davon ausgehend werden alternative Ansaetze diskutiert:

  • Projektionen auf F-Strukturen;
  • Transfer im Verbmobil;
  • Transfer in aelteren Systemen: T1/Metal, Personal Translator/LMT;
  • Knowledge-based MT und Kant/MBMT

Daneben werden Querschnittsthemen behandelt, die zum Komplex der Maschinellen Uebersetzung gehoeren:

  • Ressourcen fuer MT-Systeme: monolinguale und kontrastive Lexika und Grammatiken;
  • Evaluation von MUE-Systemen;
  • MUE im Dokumentationskontext; MUE und Autorenkontrolle.

Literatur: wird angegeben bzw. in den Sitzungen ausgeteilt.


21) HS4: Syntax III

Mats Rooth / Di 11:30-13:00, 12.21; Fr 11:30-13.00, 13.11

Die Lehrveranstaltung befasst sich mit speziellen Themen der Entwicklung von (statistischen) Grammatiken.

Literatur: Wird bekannt gegeben.


22) HS2: Doktorandenkolloqium

Mats Rooth / Do 17:30-19.00, 17.11  


23) HS 2: Statistische Methoden III

Mats Rooth / Zeit u. Ort siehe Aushang

In der Lehrveranstaltung werden neuere Arbeiten zu statistischen Methoden in der Computerlinguistik besprochen.

Literatur: Wird bekannt gegeben.


24) HS2: Lineare Semantik

Arthur Merin / Fr 15.45-17.15, 12.21

Das Seminar soll den allgemeinen algebraischen Zugang zur Semantik, den Richard Montague in "Universal Grammar" vorgestellt hat, mit Bezug auf eine Klasse von Algebren untersuchen, die nicht wie bei Montague dann spezieller in jener der Wahrheitswerte gründet. Vielmehr sollen Präferenz- oder Relevanzwerte, d.h. reelle Zahlen, den letzten Werteraum stellen. Auf den Denotaträumen wird mithin die Struktur linearer Algebren induziert, und nicht mehr jene boolescher oder ihrer Abschwächungen. Konnektoren wie z.B. 'und' und 'oder' werden dabei zu indexikalischen Ausdruecken. Die Tragfähigkeit des Ansatzes soll an vielen Beispielen geprüft werden. Etliche davon bereiten den
herkömmlichen Ansätzen Schwierigkeiten, die nicht mit Hilfe vom Implikaturen zu überwinden sind. Den Anfang werden Imperative machen, die schon intuitiv 'dynamisch' sind; dann folgen Satzformen, die auch intuitiv Wahrheitsbedingungen haben.

Voranmeldung per e-mail merin@ims. 14 Tage vor Semesterbeginn erforderlich.


25) Seminar (Grund- und Hauptstudium), 2-stündig: Objektorientierte CL-Software-Entwicklung mit Java

Wolfgang Lezius, Andreas Mengel / Mi 14:00-15:30, 12.21

Voraussetzungen:  Software-Labor 1 und 2, Grundkenntnisse einer strukturierten oder objektorientierten Programmiersprache (Pascal, Modula, C, C++, Java o.ä.)

Kommentar:
Die Programmiersprache Java integriert unterschiedlichste Anforderungen moderner Software-Projekte der Maschinellen
Sprachverarbeitung . Sie wird daher auch in einigen laufenden Projekten des IMS eingesetzt. In diesem Kurs werden neben einer systematischen Einführung insbesondere die Entwicklung grafischer Oberflächen, Datenbankanbindung, Netzkommunikation und Verwendung komplexer Stringverarbeitung behandelt.

Programm:

  1. Datentypen, Ausdrücke und Anweisungen
  2. Objektorientierung
  3. String-Objekte
  4. Vektoren, HashTables
  5. Ein-/Ausgabe von Dateien
  6. Grafische Oberflächen mit JFC
  7. Netzkommunikation mit RMI
  8. Datenbankanbindung mit JDBC
  9. Parsen mit JAVACC
  10. Highlights von JAVA2

Scheinerwerb: Teilnahmeschein bei Bearbeitung der Programmieraufgaben

Literatur:

http://java.sun.com

26) HS2: Signalverarbeitung I

Wokurek / Do 9:45-11:15, Phonetiklabor

Diese Vorlesung vermittelt die signal- und systemtheoretischen Grundlagen der Analyse und Verarbeitung von Sprachsignalen für Linguisten und Computerlinguisten. Die Signal- und Systemtheorie wird anschaulich dargestellt und durch Computerexperimente und Hörproben ergänzt. Zur Signalanalyse werden Verfahren im Zeitbereich, im Frequenzbereich und im kombinierten Zeit-Frequenzbereich vorgestellt.

Themen:
Signale, Abtastwerte, Modelle (deterministisch, stochastisch) Filter (lineare, zeitinvariante Systeme), Spektralanalyse
(Fouriertransformation), Quelle-Filter Modell für Sprache, lineare Prädiktion (LPC), Spektrogramm (Sonagramm)

Literatur:

Reiner Standke. "Methoden der digitalen Sprachverarbeitung in der vokalen Kommunikationsforschung". 
Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main, 1992. 
Alan V. Oppenheim, Ronald W. Schafer. Digital Signal Processing. Prentice-Hall, Englewood Cliffs, 
1975. 
Athanasios Papoulis. Signal Processing. McGraw-Hill 1984.
Athanasios Papoulis. Probability, random variables and stochastic processes. McGraw-Hill, 1984.

27) HS2: Stimmqualität

Marasek / Fr 9:45-11:15, Phonetiklabor

Das Seminar bietet eine Einführung in die Aspekte der Stimmqualität. Die wichtigsten Stimmeigenschaften und die Wirkung der Stellung der Stimmorgane auf die Stimme werden vorgestellt. Auch die Methoden der objektiven Beurteilung der Stimmqualität werden vermitteln, insbesondere wird der Verlauf der Phonation anhand akustischer und EGG-Methoden interpretiert.

Literatur:

Eckert H., Laver J., Menschen und ihre Stimmen - Apsekte der vokalen Kommunikation, Beltz, Psychologie 
Verlags Union, Weinheim 1994.
Titze I., Principles of voice production, Prentice Hall, Englewood Cliffs, 1994.
Laver J., The gift of speech, Edinburgh University Press, Edinburgh, 1991.

28) HS2: Sprachdatenbanken

Rapp / Zeit siehe Aushang; Block, Phonetiklabor

Texte und Sprachaufnahmen sind heute in einem Umfang verfügbar wie noch nie zuvor. Das Seminar "Sprachdatenbanken" soll vermitteln, wie man Unix-Tools einsetzt, um aus den Datenmengen Antworten zu phonetisch oder linguistisch interessanten Fragestellungen zu finden. Neben den Unix-Tools werden einige am IMS entwickelte Tools vorgestellt und an konkreten Fragestellungen oder Aufgaben deren Einsatz demonstriert. Die Veranstaltung findet als Kompaktseminar im Anschluß an die Vorlesungszeit des WS statt und wird Gelegenheit geben, das Gelernte gleich praktisch umzusetzen.


29) HS2: Textmining

Dörre et. al. / wird bekannt gegeben

Siehe Aushang