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Veranstaltungskommentare

: Algorithmische Semantik (V2+�2)

Termine:

  • Di 9.45-11.15, Raum 13.11
  • Do 14.00-15.30, Raum 12.21

Kommentar:

In der Vorlesung geht es um Implementierungen und rechnerbasierte
Anwendungen von Semantik. Das Hauptthema des Kurses ist Semantik-
konstruktion (die Erstellung semantischer Repr�sentationen aus
Parsb�umen und -w�ldern). Das zugrundeliegende Szenario ist
tiefe Informationsextraktion bzw. Textverstehen auf freiem Text.

Zun�chst wird die klassische Methode mithilfe des Lambda-Kalk�ls 
in einer Prolog-Implementierung besprochen [Bos+Blackburn:99].
 
Anschlie�end werden verschiedene Methoden der Unterspezifikation 
vorgestellt und diskutiert (bzgl. skopaler [Reyle:95] und 
syntaktischer Ambiguit�ten [Schiehlen:96, D�rre:97]). Diese Methoden
vereinfachen einerseits die Semantikkonstruktion und machen sie
andererseits auf freien Text anwendbar. Dieser Teil wird anhand einer 
C++-Implementierung besprochen. 

Schlie�lich wird ebenfalls anhand der C++-Implementierung beschrieben,
wie sich auf den unterspezifizierten Repr�sentationen effizient 
Schl�sse ziehen lassen [Dorna+Emele:96].

Teilnahmevoraussetzungen:

Semantik I, Syntax, m�glichst Kenntnisse in Prolog und/oder C++

Literatur:

Alle genannten Arbeiten sind auch �ber das Internet zug�nglich.

Johan Bos + Patrick Blackburn, 1999,
Representation and Inference for Natural Language 
A First Course in Computational Semantics,
http://www.coli.uni-sb.de/~bos/comsem/book1.html.

Uwe Reyle, 1995,
On Reasoning with Ambiguities,
Proceedings of EACL 95

Michael Schiehlen, 1996,
Semantic Construction from Parse Forests,
Proceedings of COLING 96

Jochen D�rre, 1997,
Efficient Construction of Underspecified Semantics under 
Massive Ambiguity,
Proceedings of ACL 97

Michael Dorna und Martin Emele, 1996,
Semantic-Based Transfer,
Proceedings of COLING 96

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/Algorithmische-Semantik/

: Einf�hrung in die Computerlinguistik (V2+�2)

Termine:

  • Mi 14.00-15.30, Raum 13.11
  • Fr 9.45-11.15, Raum 13.11

Kommentar:

Die Computerlinguistik besch�ftigt sich mit Verarbeitungsmechanismen
nat�rlicher Sprache. Ihr Ziel ist die Modellierung von
Sprachverstehen auf dem Rechner. Hierzu werden f�r jede Analyse- und
Repr�sentationsebene (Phonetik/Phonologie, Morphologie, Lexikon,
Syntax, Semantik, Pragmatik/Weltwissen) Module implementiert, die auf
Theorien der theoretischen Linguistik, der k�nstlichen Intelligenz
und Wahrscheinlichkeitstheorie basieren. Ein zentrales Problem der
Computerlinguistik ist dabei die Kommunikation der verschiedenen
Module untereinander. 

Der Kurs gibt einen �berblick �ber einige dieser Module und zielt
darauf hin, ein kleines System zu implementieren, das S�tze
analysieren, in semantische Repr�sentationen �berf�hren und
aus diesen gewisse Schl�sse ziehen kann.

Teilnahmevoraussetzungen:

Voraussetzungen: Prolog

Literatur:

Gerald Gazdar and Chris Mellish. 'Natural Language Processing in PROLOG'.
Addison Wesley, 1989

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/Einfuehrung-in-die-Computeringuistik/

: Graduiertenkolleg (HS2)

Termine:

  • Do 17.30-19.00, Raum K2

Kommentar:

Gastvortr�ge mit anschlie�ender Diskussion

Teilnahmevoraussetzungen:

Abgeschlossenes akademisches Studium

: Honorativa im Jap. und Korean. im Hinblick auf M� (HS2)

Termine:

  • Block 7.-11. Oktober, Raum 12.21

Kommentar:

In diesem Seminar sollen (unter dem Aspekt der maschinellen
Uebersetzung) die komplizierten Honorativformen der japanischen und
koreanischen Sprache betrachtet werden.
Die betrachteten Sprachen kennen ein weit ausgepraegteres Hoeflichkeitssystem
als beispielsweise die deutsche Sprache. Die Ausdrucksweise richtet sich u.a.
nach dem jeweiligen Gespraechspartner und der Gespraechssituation.
Grammatische Mittel erlauben sich hoeflich-ehrerbietig, hoeflich-bescheiden
allgemein hoeflich, neutral, vulgaer etc. auszudruecken.
Diskutiert werden sollen auch semantisch, stilistisch bzw.
pragmatisch motivierte Varianten.


ACHTUNG: Blockseminar verlegt auf 7.-11. Oktober

Teilnahmevoraussetzungen:

Japanisch-bzw. Koreanischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.

Literatur:

Literaturhinweise in der ersten Sitzung.

: Information Retrieval (HS2)

Termine:

  • Mo 14.00-15.30, Raum 12.21

Kommentar:

Fast jede WWW-BenutzerIn hat schon von Search Engines, also einer Art
von Information-Retrieval- (IR) oder Text-Retrieval-Systemen Gebrauch
gemacht. Dieses Seminar soll einen �berblick geben �ber 

- g�ngige Methoden und Begriffe des 'klassischen' Information Retrieval

- verwandte Gebiete: 
  Information Extraction, Information Filtering,
  Information Routing, Document Classification, Categorization, ...

Ein wichtiger Aspekt ist auch der Einsatz computerlinguistischer 
Methoden in Information-Retrieval-Systemen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Grundkenntnisse Informatik

Leistungsnachweis:

Vortrag im Seminar mit ausgearbeitetem Handout

Literatur:

- Frakes, W.; Baeza-Yates, R.: Information Retrieval. Data
  Structures and Algorithms, Prentice-Hall, N.J., 1992
- Norbert Fuhr: Information Retrieval. Manuskript. 
  Universit�t Dortmund, 1997. 
  http://ls6-www.informatik.uni-dortmund.de/ir/teaching/courses/ir/
- C. J. van Rijsbergen: Information Retrieval. 1979. (vergriffen)
- Salton, G.; McGill,M.J.: Introduction to Modern Information Retrieval.
  McGraw-Hill, New York 1983.

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/InformationRetrieval/

, : Informationsstruktur im Dialog (HS2)

Termine:

  • Do 15.45-17.15, Raum 12.21

Kommentar:

Wir werden die aktuelle Diskussion zu den Themen

- Pr�suppositionen
- Fokus
- Topik
- Einstellungszust�nde

vom Gesichtspunkt einer Dialogtheorie vorstellen
und eigene Ans�tze weiterentwickeln.
Der Schwerpunkt in diesem Seminar liegt auf intensiven
Diskussionen.

Das Seminar beginnt wegen einer Tagung am Do., 25. April !

Teilnahmevoraussetzungen:

Semantik II oder: Semantik I und Pragmatik I

Leistungsnachweis:

Aktive Teilnahme und Referat oder ein eigener Beitrag zur Theorie

: Institutskolloquium (V2)

Termine:

  • Mo 15.45-17.15, Raum 12.21

, : Semantik III: Lexikalische Semantik (HS4)

Termine:

  • Di 11.30-13.00, Raum 12.21 - Vorlesung
  • Do 11.30-13.00, Raum 13.11 - �bung

Kommentar:

Hauptziel des Seminars ist es, eine Theorie lexikalischer Semantik im
Rahmen der Diskursrepr�sentationstheorie (DRT) zu pr�sentieren und auch w�hrend
des Seminars weiterzuentwickeln.  

Im Seminar sollen die Beteiligten die Faehigkeit erwerben, selbst  
lexikalische Analysen im DRT-Rahmen durchzuf�hren und DRT-basierte
Lexikoneintr�ge zu formulieren. Um dies allen Beteiligten zu ermoeg-
lichen, werden wirausfuehrliches Skriptmaterial bereitstellen.

Warum wir dieses Seminar jetzt durchfuehren wollen: 

In den kommenden Jahren wird  innerhalb des IMS voraussichtlich  die
Entwicklung eines den Forschungszielen des Instituts angemessenen
semantischen Lexikons eine zentrale Rolle spielen. 
Lehrende, fortgeschrittene Studierende und Mitarbeiter vor oder nach der
Promotion werden daran beteiligt sein. Es geht uns also darum, 
die f�r diese Arbeiten erforderlichen Grundkenntnisse und -Fertigkeiten zu
vermitteln.

Eine der Aufgaben, die im lexikalisch-semantischen Bereich auf uns
zukommt, besteht in der 
Erstellung eines exemplarischen Katalogs von Lexikoneintr�gen im
DRT-Format, fuer IMS-LEX. Einen bis jetzt noch recht kleinen Teil dieses
prototypischen Lexikons gibt es schon. Er soll als eine der
Textgrundlagen im Seminar verwendet werden. Die Arbeiten im Rahmen
des Seminars sollten, wenn moeglich, auch zur Erweiterung dieses
Katalogs fuehren, und wir w�rden gerne klar abgrenzbare Aufgaben
solcher Art als Seminararbeiten an interessierte Seminarteiler
vergeben, die wir intensiv betreuen wollen.

Leistungsnachweis:

Seminararbeit

Literatur:

Kamp, H.  The Importance of Presupposition. In: Rohrer, Chr., A.
Rossdeutscher + H. Kamp (eds.),  Linguistic Form and its Computation, CSLI,
2001.
Kamp, H.  Presupposition Computation and Presupposition Justification. In
Bras M. + L. Vieu (eds.) Pragmatic and Semantic Issues in Discourse and
Dialogue. Elsevier, 2001
H. Kamp.  Einstellungszust�nde und Einstellungsbeschreibungen in der
Diskursrepr�sentationstheorie. In Uli Haas-Spohn (ed.)
Kamp, H. + U. Reyle.  From Discourse to Logic.  Kluwer, 1993
Kamp, H. + A. Rossdeutscher, DRS-Construction and Lexically Driven
Inference. Theoretical Linguistics 20(2/3)
Kamp, H. + A. Rossdeutscher, DRS-Construction and Lexically Driven
Inference. Theoretical Linguistics 20(2/3)
Reyle, U., A. Rossdeutscher + H. Kamp. Ups and Downs in the Theory of
Temporal Reference. ms. 2001.
Rossdeutscher, A. Fat Child meets DRT. Theoretical Linguistics 20(2/3)
Rossdeutscher, A. Lexikalisch gestuetzte formale Textinterpretation.
Habilitationsschrift, Stuttgart, 2000.

: Logik III. Temporallogiken. (HS2)

Termine:

  • Di 14.00-15.30, Raum 12.21

Kommentar:

In diesem Seminar wird es darum gehen:

1. die wichtigsten formalen Methoden und Ergebnisse der klassischen
Temporallogik (im Sinne der Vorschlaege von Prior (1967) und anderen)
durchzuarbeiten.

Hier handelt es sich vor allem um 
(i) Fragen der deduktiven Vollstaendigkeit; 
(ii) Fragen der expressiven Vollstaendigkeit; und 
(iii) Fragen der Entscheidbarkeit.  
(Ueber solche Ergebnisse wird sehr ausf�hrlich im ersten Band von 
`Temporal Logic' berichtet.)

2. die Ergebnisse im Bereich der temporalen Inferenz zu studieren.
F�r die am IMS laufenden Forschungsarbeiten ist dieses Thema von 
besonderem Interesse, weil in diesem Zusammenhang effiziente 
Inferenzverfahren gefordert sind, die die in Satz- und Diskurs-
Repraesentationen enthaltenen temporalen Informationen effizient
verarbeiten k�nnen. 
Ueber die Rolle der Temporallogik in der Informatik, und insbesondere
�ber die Beziehung zwischen Temporallogik und maschineller Verarbeitung temporaler
temporler Information ist im zweiten Band von 'Temporal Logic' sehr viel Information
vorhanden. Im zweiten Teil des Seminars werden wir uns mit einer Auswahl
der Kapitel dieses Bandes befassen, eventuell unter Heranziehung anderer
relevanter Arbeiten.


2.      die Ergebnisse im Bereich der temporalen Inferenz zu studieren.

F�r die am IMS laufenden Forschungsarbeiten ist dieses Thema von besonderem
Interesse, weil in diesem Zusammenhang effiziente Inferenzverfahren
gefordert sind, die die in Satz- und Diskurs-Repr�sentationrepr�sentationen
enthaltenen temporalen Informationen effizient verarbeiten k�nnen.  �ber
die Rolle der Temporallogik in der Informatik, und insbesondere �ber die
Beziehung zwischen Temporallogik und maschineller Verarbeitung temporaler
Information ist im zweiten Band von 'Temporal logic' sehr viel Information
vorhanden. Im zweiten Teil des Seminars werden wir uns mit einer Auswahl
der Kapitel dieses Bandes befassen, eventuell unter Heranziehung anderer
relevanter Arbeiten.

Literatur:

(haupts�chlich oder ausschliesslich): 
Temporal Logic, Mathematical
Foundations and Computational Aspects. Vol I (Oxford, Clarendon Press,
1994) (D. Gabbay, I. Hodkinson + M. Reynolds)  and Vol II (Oxford,
Clarendon Prss, 2000) (D. Gabbay, M. Reynolds + M. Finger).

: Maschinelle Lexikographie -- Automatische Exzerption (HS2)

Termine:

  • Di 9.45-11.15, Raum 12.21

Kommentar:

W�rterbuchautoren legen sich umfangreiche Belegsammlungen an, die die
wichtigsten Eigenschaften von W�rtern illustrieren sollen. Bis vor kurzem
war es �blich, diese Sammlungen von Hand anzulegen. Diese Arbeit nennt man
Exzerption. 

Automatische Exzerption ist eine Kombination von Lexikalischer Akquisition
(w�rterbuchrelevante Daten aus Corpora extrahieren) und dem Vergleich mit
vorhandenen W�rterb�chern (schlie�lich soll prim�r vorgeschlagen werden, 
was bisher noch nicht im W�rterbuch steht). Es gibt einige Ans�tze zu automatischen 
Exzerptionsverfahren, f�r Englisch (WASPS, Kilgarriff et al., Brighton) und
Deutsch (Projekt TFB 32 des IMS). 

Im Seminar werden Techniken der Lexikonakquisition vorgestellt und auf Ihre 
Verwendbarkeit f�r ein automatisches Exzerptionssystem hin untersucht. 
Daneben wird �ber aktuelle Entwicklungen bei der automatischen Exzerption
berichtet. 

Themenliste:

- Ziele und Aufgaben der automatischen Exzerption
- Anforderungen der Lexikographie an ein Informationssystem �ber W�rter
- Techniken der lexikalischen Akquisition f�r syntaktische Subkategorisierung,
  Mehrwortausdr�cke und distributionelle Eigenschaften von W�rtern
- Das System WASPS
- Laufende Arbeiten des Transferbereichs TFB 32

[Seminar beginnt am 23.04.]

Leistungsnachweis:

Referat und zugeh�rige Materialien

Literatur:

Wird in der ersten Sitzung angegeben. Zur Einf�hrung kann die 
Webseite des Projekts TFB 32 dienen: 

  http://www.ims.uni-stuttgart.de/projekte/TFB/

Dort auch Link zu einer Demonstration von WASPS (funktioniert 
mit W�rtern, die mit `k' beginnen).

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/projekte/TFB/

, : Maschinelle �bersetzung I (HS2)

Termine:

  • Do 9.45-11.15, Raum 12.21

Kommentar:

Das Seminar f�hrt in die Forschungsfragen der maschinellen �bersetzung ein. 
Dabei wird ein transferbasierter Ansatz als Grundlage genommen, der auf 
F-Strukturen der Lexikalisch-Funktionalen Grammatik aufsetzt. Die theoretischen 
Aspekte werden anhand einen kleinen Testsystems diskutiert, welches auf
einer Version der deutschen LFG-Grammatik des IMS beruht.

Themenkomplexe:
- Problemstellung der M�: Disambiguierung und Zuordnung von Teilstrukturen
- Transfer auf F-Strukturen mit Hilfe des Projektionsansatzes von 
  KAPLAN et al. 1995
- Linguistische �bersetzungsprobleme und ihre Behandlung im LFG-Transferansatz
- �berblick �ber andere Ans�tze zur Maschinellen �bersetzung.

Teilnahmevoraussetzungen:

Syntax I und Syntax II

Leistungsnachweis:

Klausur am Semesterende

Literatur:

Wird in der ersten Sitzung angegeben.

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/Maschinelle-UebersetzungI/

: Wenn und Aber -- Ifs on Buts (HS2)

Termine:

  • Block nach Absprache, Raum 12.21 - Vorlesung

Kommentar:

Die Veranstaltung behandelt den abstrakten und subtilen Begriff, dem
die kontrastiven Konjunktionen dt. 'aber', engl. 'but' und frz. 'mais'
Ausdruck verleihen, auch einige seiner Beziehungen zum Konditional,
sowie seine philosophische Ideengeschichte. Analytischer Rahmen ist
die Entscheidungstheoretische Semantik (Decision-Theoretic Semantics),
eine Bayesianische Variante aus der Familie dynamischer Semantiken.
Arbeitsteilige Beziehungen zwischen diesem handlungstheoretisch
orientierten Ansatz und der klassischen Diskursrepr�sentationstheorie
nach Kamp/Reyle sollen anhand ausgew�hlter Aspekte des Themas er�rtert
werden.

Blockseminar!!! Voranmeldung zur Terminabsprache per e-mail (merin@ims)

[F�r das Seminar sind Grundkenntnisse der Stochastik erforderlich.
 Hinweise zum Erwerb werden bei Bedarf gerne gegeben; das Proseminar
 'Statistische Methoden' ist mehr als ausreichend.]

Teilnahmevoraussetzungen:

Grundkenntnisse der Stochastik (z.B. PS Statistische Methoden)

Literatur:

[1] 'Die Relevanz der Relevanz: Fallstudie zur formalen Semantik der
englischen Konjunktion 'but''. Forschungsbericht SFB 340, Nr. 142,
Universit�t Stuttgart 1999.
[2] 'Information, relevance and social
decisionmaking: some principles and results of Decision-Theoretic
Semantics.' In L.S. Moss, J. Ginzburg und M. De Rijke (Hg.) 'Logic,
Language, and Computation' Vol 2. Stanford CA: CSLI Publications,
1999, S. 179-221. 
(Beide in der Bibliothek des IMS vorhanden.)

: Einf�hrung in die Morphologie (PS2)

Termine:

  • Mi 9.45-11.15, Raum 13.11

Kommentar:

Das Seminar f�hrt in die Grundbegriffe der Morphologie ein. Dabei werden 
zun�chst die linguistischen Grundlagen und die Terminologie der Morphologie
(Flexion und Wortbildung) erkl�rt und diskutiert. 

Im zweiten Schritt werden anhand ausgew�hlter Beispiele aus der Wortbildung
und der Flexion (verschiedene europ�ische Sprachen) die gegenseitigen
Abh�ngigkeiten zwischen Morphologie und Syntax bzw. zwischen Morphologie 
und Semantik angesprochen.

In der Computerlinguistik sind seit rund zehn Jahren Modellierungen der 
Flexionsmorphologie f�r verschiedene Sprachen verf�gbar. Im Seminar werden
die Grundlagen der wichtigsten Modellierungen (Zwei-Ebenen-Morphologie,
WordManager, unifikationsbasierte Ans�tze) diskutiert und anhand von
Beispielsystemen erprobt. Gleichzeitig wird thematisiert, wie die Wortbildung
modelliert werden kann (Beispiele zum Deutschen).

Themenliste (�berblick):

- Grundbegriffe der Morphologie
- Morphologie vs. Phonologie/Phonetik, Syntax, Semantik
- Flexionsmorphologie
- Derivations- und Kompositionsmorphologie
- Finite-State-Implementierungen von morphologischen Ph�nomenen
- Andere Implementierungen von Flexions- und Wortbildungsmorphologie

Teilnahmevoraussetzungen:

Einf�hrung in die Sprachwissenschaft

Leistungsnachweis:

Aktive Mitarbeit, Hausaufgaben, Klausur am Semesterende

Literatur:

Laurie BAUER: Introducing linguistic Morphology, 
(Edinburgh: Edinburgh University Press), 1988

Weitere Literatur wird jeweils angegeben.

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/Morphologie-Einfuehrung/

, : Neurolinguistik II (HS2)

Termine:

  • Fr 9.45-11.15, Raum Phonetiklabor

Kommentar:

Nach einer kurzen Einf�hrung in die Grundlagen der Neuroanatomie
und die Methoden der modernen bildgebenden Untersuchungsverfahren
sollen in dem Seminar neuere Studien zur Repr�sentation der Sprache
im Gehirn diskutiert werden. W�hrend in der Veranstaltung Neurolinguistik I
St�rungen der Sprachverarbeitung und klinische Studien im Vordergrund
standen, werden in diesem Seminar vor allem Arbeiten behandelt,
die die Teile des sprachverarbeitenden Netzwerks im gesunden Gehirn
identifizieren und lokalisieren. Thematische Schwerpunkte bilden die
Syntax- und die Prosodieverarbeitung. Ziel des Seminars ist es, die
vielf�ltigen, teilweise widerspr�chlichen Ergebnisse der kognitiven
Neurowissenschaften besser einsch�tzen zu lernen, insbesondere durch
eine kritische Auseinandersetzung mit den experimentellen Designs aus
linguistischer Sicht. Vorkenntnisse im Bereich Neurolinguistik sind
von Vorteil, jedoch keine Voraussetzung.

Teilnahmevoraussetzungen:

keine

Leistungsnachweis:

Kurzreferate und schriftliche Ausarbeitung

Literatur:

wird zu Kursbeginn bekanntgegeben

: Parsing II: Statistische Methoden in NLP (V2+�2)

Termine:

  • Mo 11.30-13.00, Raum Rechnerpool - �bung
  • Fr 9.45-11.15, Raum 12.21 - Vorlesung

Kommentar:

In den letzten Jahren haben statistische Verfahren in der maschinellen
Sprachverarbeitung stark an Bedeutung gewonnen. Die Vorlesung stellt
einige der wichtigsten dabei verwendeten Verfahren (u.a. Markowmodelle,
probabilistische kontextfreie Grammatiken, Gl�ttungsverfahren,
Signifikanztests) vor und beschreibt praktische Anwendungen.

Teilnahmevoraussetzungen:

Logik und formale Grundlagen I und II, Parsing I

Literatur:

Christopher Manning und Hinrich Sch�tze: Foundations of Statistical
Natural Language Processing, MIT Press.

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/~schmid/ParsingII/

, : Pragmatik (HS4)

Termine:

  • Mo 11.30-13.00, Raum 12.21
  • Mi 9.45-11.15, Raum 12.21

Teilnahmevoraussetzungen:

Vordiplom, Semantik II

: Principles of acoustic phonetics (HS2)

Kommentar:

block seminar 1 week in july 2002

Members of the 'Graduiertenkolleg' and advanced students of 'Allgemeine Sprachwissenschaft'

The successful graduates of this course will be able to teach basic courses on acoustic phonetics. The seminar communicates the essential topics to be covered in such courses as well as common pitfalls.

: Privatissimum f�r Examenskandidaten (HS4)

Termine:

  • Do 14.00-17.15, Raum B�ro Dogil

Kommentar:

Die Examenskandiaten stellen ihre wissenschaftliche Arbeit dar und kritisieren diese konstruktiv.

: Semantik I (V2+�2)

Termine:

  • Di 14.00-15.30, Raum 13.11
  • Do 14.00-15.30, Raum 13.11

Teilnahmevoraussetzungen:

Logik und formale Grundlagen I

: Semantikkolloquium (HS2)

Termine:

  • Fr 11.30-13.00, Raum 12.21

: Signalverarbeitung II (HS2)

Termine:

  • Do 9.45-11.15, Raum Phonetiklabor

Kommentar:

Adaptive Systeme
Chaos
Auditory Models

Teilnahmevoraussetzungen:

Signalverarbeitung I oder Arbeitskenntnisse der Linearen Systemtheorie

Leistungsnachweis:

Seminarvortrag und Aufsatz (1000 W�rter)

, : Softwarelabor II (PS4)

Termine:

  • Mo 14.00-17.15, Raum 3.38 und 3.11
  • Do 14.00-17.15, Raum 3.38 und 3.11

Kommentar:

Zielgruppe: Diplomstudium Computerlinguistik; Alternative
Studiengestaltung: 'technisches Fach' Diese Labor�bung wird Studenten
geisteswissenschaftlicher Studieng�nge als Erg�nzungslehrveranstaltung
aus dem ingenieurwissenschaftlichen Bereich empfohlen.

Voraussetzung: Softwarelabor I

Dieses Labor f�hrt in die praktische Verwendung des Computers in den 
Gebieten Akustische Phonetik, Phonologie und Linguistik ein.

   Sprachanalyse und Sprachsynthese
   Automatische Spracherkennung
   Multimediale Pr�sentation

   Corpuserschlie�ung I
   Corpuserschlie�ung II

   Parsing I
   Parsing II

Der erste Themenblock gibt eine Einf�hrung in die akustische,
phonetische und signaltechnische Aspekte der Sprachverarbeitung. 
Daneben wird auch die Computergest�tzte Vorbereitung von
Vortragsfolien ge�bt.
Der zweite Themenblock Corpora zeigt die Verwendung der wichtigsten
Werkzeuge zur Erstellung und zur Abfrage von Textkorpora. Im dritten
Block werden Programme zur syntaktischen Analyse von Texten
vorgestellt.

Leistungsnachweis:

Laborprotokolle

Literatur:

Skripten

: Spracherkennung I (HS4)

Termine:

  • Di 8.00-9.30, Raum 12.21
  • Do 8.00-9.30, Raum 12.21

Kommentar:

In dem Seminar werden die Methoden der akustischen Analyse vermittelt. 
Die g�ngigen Methoden der Sprachaufzeichnung und Sprachanalyse werden 
mit Hilfe der am Institut vorhandenen Rechner und Software einge�bt.

Teilnahmevoraussetzungen:

Einf�hrung in die Phonetik/Phonologie

Leistungsnachweis:

Regelm��ige Teilnahme, �bungen

Literatur:

Neppert + Petursson, 1986, Elemente einer akustischen Phonetik, Buske 
Verlag: Hamburg. 
Lass N.J., 1996, Principles of Experimental Phonetics, Mosby: St. Louis 
etc. 
Stevens, K. 1998. Acoustic Phonetics, MIT Press.

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/SpracherkennungI/index.html

: Spracherkennung III (HS2)

Kommentar:

Blockseminar. Ende des Sommersemesters / 3.11 

Das Seminar teilt sich in einen theoretischen Teil und einen
praktischen Teil am Rechner. Der theoretische Teil enth�lt die
Grundlagen der automatischen Spracherkennung. Den Schwerpunkt bilden
die Hidden-Markov-Modelle. Au�erdem sind Spezialthemen, die im
praktischen Teil umgesetzt werden, Inhalt des Seminars. Der praktische
Teil enth�lt eine �bung am Rechner, die den Umgang mit dem
Hidden-Markov-Toolkit (HTK) und das Erarbeiten spezieller Probleme der
Spracherkennung zum Ziel hat (z.B. optimale Wortuntereinheiten,
Aussprachevarianten, Sprechererkennung).

Teilnahmevoraussetzungen:

Grundlagen der Phonetik und Signalverarbeitung sind n�tzlich, aber nicht Voraussetzung

Leistungsnachweis:

Seminararbeit

Literatur:

- Kapitel aus N. Lass: Principles of Exp. Phonetics, Kapitel 11,
'Speech Recognition by Computers': Sehr gut geschrieben, umfassende
Grundlagenvermittlung, engl.
- Artikel aus Zeitschrift C't, 1993: 'His Master's
Voice' Nicht mehr ganz neu, aber immer noch informativ, deutsch
- Artikel aus Zeitschrift iX, 1999: 'HAL, hoerst du mich?' 
Brandaktuell, aber nicht seht vertiefend.

Kopien Vorbereitender Literatur sind vor dem Blockseminar im
Sekretariat erh�ltlich.

: Sprachsynthese II (HS2)

Termine:

  • Di 15.45-17.15, Raum Phonetiklabor

Kommentar:

Bei der Konversion von Text in Lautsprache (text-to-speech, TTS)
lassen sich prinzipiell zwei Schritte unterscheiden, linguistische
Analyse und akustische Sprachsynthese. W�hrend das Seminar
Sprachsynthese I den Schwerpunkt auf die akustische Synthese legte,
sollen in Teil II die linguistischen und prosodischen Komponenten eines TTS-Systems im
Mittelpunkt stehen.

Die folgenden Probleme der linguistischen Textanalyse sollen
besprochen werden: Erstellung des Lexikons einschlie�lich
morphologischer Paradigmata, Kompositazerlegung und Analyse
unbekannter W�rter, phonologische Prozesse und
Ausspracheregeln, sowie symbolische Prosodie. Die einzelnen Probleme sowie Methoden und Techniken
zu ihrer L�sung sollen anhand kleiner praktischer �bungen
veranschaulicht werden, und zwar unter Verwendung des TTS-Systems
IMS-Festival. Bei Interesse k�nnen die �bungen auch in weiterf�hrende
Projekte (Studienarbeit, Diplom-/Magisterarbeit) m�nden.

Teilnahmevoraussetzungen:

Voraussetzungen: Sprachsynthese I (empfohlen), Einf. CL

Leistungsnachweis:

Regelm��ige Teilnahme, �bungsaufgabe oder Vortrag, jeweils mit schriftlicher Ausarbeitung

Literatur:

1) Richard Sproat (Hg.) (1998): Multilingual Text-to-Speech
Synthesis. Kluwer, Dordrecht.
2) Thierry Dutoit (1997): An Introduction to Text-to-Speech
Synthesis. Kluwer, Dordrecht.
3) Bernd M�bius (2001): German and Multilingual Speech Synthesis. AIMS 7 (4).

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/SyntheseII/index.html

: Statistische Methoden (PS4)

Termine:

  • Mo 9.45-11.15, Raum 12.21
  • Do 11.30-13.00, Raum 12.21

Kommentar:

Das Seminar f�hrt in Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitstheorie, der
Statistik und der Informationstheorie ein. Die methodische Grundlagen
zur statistischen Bewertung von Experimenten werden vorgestellt und
anhand von Beispielen mit Hilfe des Rechners ge�bt.

Vorl�ufiges Kursprogramm:

- Umgang mit dem Statistik-Programm R
- Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie
- Hypothesentests
- Design und Auswertung von Experimenten
- Assoziation und Korrelation
- Clustering-Verfahren
- Statistische Modelle

Teilnahmevoraussetzungen:

Formale Methoden

Leistungsnachweis:

Seminararbeit

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/Statistische-Methoden

, : Syntax I (V2+�2)

Termine:

  • Mo 9.45-11.15, Raum 13.11
  • Do 15.45-17.15, Raum 13.11

Kommentar:

Das Seminar bietet eine Einf�hrung in die LFG. 
Es sollen der Formalismus der LFG, ihre Repr�sentationen und Regeln
erarbeitet werden. Daneben werden die Besonderheiten der Syntax des
Deutschen erarbeitet. Textgrundlage ist das Seminarskript
``Deutsche Satzstruktur''.

Literatur:

W�llstein-Leisten, A.; Heilmann, A.; Stepan, P.; Vikner, S.: Deutsche
Satzstruktur : Grundlagen der syntaktischen Analyse, T�bingen:
Stauffenburg, 1997.

: Syntax III (HS4)

Termine:

  • Di 15.45-17.15, Raum 12.21 - Vorlesung

Kommentar:

Koordination in unifikationsbasierten Syntaxtheorien

Koordination ist eine vielf�ltige und flexible Konstruktion, die eine
effektive, �konomische sprachliche Realisierung
erm�glicht. Gleichzeitig stellt sie formale und deskriptive Theorien
der Syntax und Semantik vor betr�chtliche Herausforderungen.
Moderne Syntaxtheorien stellen formale Konstrukte zur Repr�sentation
der Koordination bereit. Spezielle Koordinationsph�nomene, wie zum
Beispiel Kongruenzmismatches, Nichtkonstituentenkoordination und
asymmetrische Koordinationen k�nnen nur durch spezielle, zum Teil
formale Erweiterungen dieser Theorien erfa�t werden.

Die Vorlesung f�hrt in die Grundlagen der Koordinationsanalyse ein,
und widmet sich nach einem �berblick spezieller 
Koordinationsph�nomene vertieft den Themen der Kongruenz, der
Nichtkonstituentenkoordination und asymmetrischen
Koordinationstypen. Dar�berhinaus betrachten wir neueste Theorien 
zu diskurs-semantischen Eigenschaften der Koordination und ihrer
Interaktion mit syntaktischen Constraints.

Teilnahmevoraussetzungen:

Vordiplom, Syntax I+II (LFG)

Leistungsnachweis:

Klausur oder Hausarbeit (plus Kurzreferat)

Literatur:

Wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Im Laufe des
Semesters wird Skriptmaterial bereitgestellt.

Kurs-Homepage:

http://www.ims.uni-stuttgart.de/Lehre/teaching/2002-SS/SyntaxIII/